Magazin · Schädlinge
Klebefallen im Haushalt: wo sie stehen und was sie zeigen
Welche Klebefalle zu welchem Verdacht passt, wo Sie Fallen für Kleidermotten, Lebensmittelmotten, Schaben und Silberfische aufstellen, wie Sie den Fang auswerten und wann der Fachbetrieb hilft.

Fallen, die zeigen statt beenden
Ein kleiner Falter flattert aus dem Kleiderschrank, im Vorratsschrank hängen feine Fäden im Mehl, nachts huscht etwas Silbriges über die Badfliesen: Dann stellt sich die Frage, wer da unterwegs ist und wo. Klebefallen helfen, darauf eine Antwort zu finden. Monitoring-Klebefallen dienen dem Nachweis von Schädlingen. Einen eindeutigen Befall beenden sie nicht, sie zeigen aber, ob und wo Tiere unterwegs sind und wie viele sich fangen.
Dieser Ratgeber stellt vier Fallen nebeneinander: für Kleidermotten, Lebensmittelmotten, Schaben und Silberfische. Er zeigt, welche Falle zu welchem Verdacht passt, wo sie in Schrank, Küche, Bad und Keller stehen, wie Sie den Fang auswerten und wann Sie Fallen tauschen. Am Ende geht es um die nächsten Schritte, wenn der Fang bleibt.
Pheromonfalle und Klebefalle: zwei Prinzipien
Die Fallen für Kleidermotten und Lebensmittelmotten arbeiten mit einem Pheromon. Dieser Lockstoff zieht männliche Falter an, die dann auf der Klebefläche haften bleiben. Weibchen und die Larven, die den eigentlichen Schaden anrichten, erfasst die Falle nicht. Sie zeigt aber, ob Falter in der Nähe aktiv sind.
Die Fallen für Schaben und Silberfische sind Klebefallen in geschlossener Bauweise. Die Tiere laufen hinein und bleiben an der Klebefläche hängen, so werden ihre Laufwege sichtbar. Die geschlossene Form hält Staub von der Klebefläche fern; die Schabenfalle lässt sich nach der Kontrolle zugeklappt entsorgen. Einzelheiten zu Aufbau und Inhalt nennt der jeweilige Beipackzettel.
Zwei Prinzipien
Pheromonfalle oder geschlossene Klebefalle?
-
Pheromonfalle
- Ja: Pheromon lockt männliche Falter an
- Ja: zeigt, ob und wo Motten fliegen
- Nein: fängt keine Weibchen und keine Larven
- Nein: eigene Falle für Kleider- und für Lebensmittelmotten
-
Geschlossene Klebefalle
- Ja: Tiere bleiben an der Klebefläche haften
- Ja: macht Laufwege an Wänden und Ecken sichtbar
- Nein: erreicht keine Tiere in ihren Verstecken
- Nein: Einzelheiten zum Aufbau laut Beipackzettel
Beide Fallen dienen dem Nachweis; welche passt, entscheidet das Tier, das Sie vermuten.
Welche Falle zu welchem Verdacht
Welche Falle Sie brauchen, verrät meist der Ort, an dem Sie etwas bemerkt haben. Falter im Kleiderschrank deuten auf Kleidermotten; Löcher in Wollpullovern können auch von Teppichkäfern stammen. Falter in der Küche und Gespinste in Mehl, Müsli oder Nüssen sprechen für Lebensmittelmotten. Schaben zeigen sich nachts in Küche und Bad, Silberfische vor allem in feuchten Räumen.
Die beiden Mottenfallen sind nicht austauschbar, denn ihr Pheromon ist jeweils auf Kleider- oder auf Lebensmittelmotten abgestimmt. Wissen Sie nicht genau, welche Motte es ist, stellen Sie beide auf. Papierfischchen, nahe Verwandte der Silberfische, leben auch in trockenen Räumen und zeigen sich zum Beispiel zwischen Büchern; auch sie erfasst die Silberfischfalle.
Vier Verdachtsfälle
Welche Falle wohin gehört
- Falter im KleiderschrankKleidermottenfalle in Schrank, Garderobe oder Kommode
- Falter in der KücheLebensmittelmottenfalle in Vorratsschrank oder Speisekammer
- Tiere nachts in Küche oder BadSchabenfalle an Wänden, in Ecken und hinter Geräten
- Silbrige Tiere im BadSilberfischfalle an Sockelleisten und in feuchten Ecken
Kleiderschrank, Garderobe, Kommode
Kleidermotten mögen dunkle, ruhige Stellen, an denen Textilien lange ungestört liegen. Die Kleidermottenfalle von HomeBugProtect hängen Sie in den Schrank oder stellen sie in die Kommode, je nachdem, wie viel Platz Sie haben. In der Packung sind 6 Fallen, so können Sie mehrere Schränke vergleichen.
Stellen Sie je eine Falle in jeden Schrank, in dem Wolle, Kaschmir oder Seide lagern, und eine in die Garderobe. Zeigt eine Falle mehr Falter als die anderen, liegt die Quelle vermutlich in der Nähe. Wie Sie Kleidung danach reinigen und einlagern, beschreiben unsere Ratgeber zu Motten und zum Saisonwechsel im Kleiderschrank.
Küche und Vorratsschrank
Lebensmittelmotten leben dort, wo trockene Vorräte lagern: im Vorratsschrank, in der Speisekammer, im Keller. Die Lebensmittelmottenfalle von HomeBugProtect wird aufgeklappt, die Schutzfolie abgezogen, dann kommt sie direkt in den Schrank. Zehn Fallen liegen in der Packung, so lassen sich Schrank, Speisekammer und Keller zugleich beobachten.
Stellen Sie die Falle in die Nähe von Mehl, Müsli, Nüssen und Trockenobst, aber nicht zwischen offene Packungen, und oben in den Schrank, wo Kinder nicht hinreichen. Zeigt sie Falter, ist die wichtigste Aufgabe, die Quelle zu finden: eine Packung mit Gespinsten oder kleinen Klümpchen. Die Falle zeigt die Falter, die befallenen Vorräte entsorgen Sie selbst.
Bad, Keller und Abstellraum
Silberfische brauchen viel Feuchtigkeit und zeigen sich deshalb in Bad, Küche und Keller. Die Silberfischfalle von HomeBugProtect stellen Sie entlang von Sockelleisten, in feuchte Ecken und an wenig bewegte Stellen. Mit den 9 Fallen der Packung können Sie mehrere Räume gleichzeitig beobachten.
Fangen sich vor allem im Bad Tiere, ist das oft ein Hinweis auf zu viel Feuchtigkeit. Lüften Sie nach dem Duschen gründlich und wischen Sie stehendes Wasser auf. Finden Sie die Tiere eher im Wohnzimmer, im Arbeitszimmer oder zwischen Büchern, können es Papierfischchen sein. Dann lohnt es sich, einen Fachbetrieb zu fragen.
Hinter Geräten und an Laufwegen
Schaben verstecken sich tagsüber in warmen Ritzen und laufen nachts gern an Kanten entlang. Die Schabenfalle von HomeBugProtect wird aufgestellt und zugeklappt, so wie es der Beipackzettel zeigt. Platzieren Sie sie entlang von Wänden, in Ecken und hinter Kühlschrank, Herd, Spülmaschine oder Waschmaschine.
Nutzen Sie mehrere der 10 Fallen in der Packung, um Laufwege einzugrenzen. Wo die meisten Tiere haften, liegt das Versteck oft nicht weit. Sehen Sie morgens nach, denn unterwegs sind Schaben vor allem nachts. Sehen Sie eine Schabe bei Tageslicht, sind meist schon mehrere da. Dann warten Sie nicht lange ab.
Aufstellen: Ort, Datum, außer Reichweite von Kindern und Tieren
Ziehen Sie die Schutzfolie erst beim Aufstellen ab und fassen Sie die Falle am Rand an. Die Klebefläche sollte möglichst nicht berührt werden, damit sie fängig bleibt. Stellen Sie alle Fallen außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf, denn die Klebefläche haftet stark an Haut und Fell.
Notieren Sie für jede Falle den Ort und das Datum, am besten auf einem Zettel in einer Liste oder mit einem Stift direkt auf der Falle. Eine kleine Skizze der Wohnung mit allen Standorten hilft später beim Vergleichen. So sehen Sie auf einen Blick, wo sich etwas tut und wo nicht.
Kontrollieren und auswerten: was der Fang bedeutet
Schauen Sie regelmäßig nach, ein kurzer Blick genügt. Halten Sie fest, was in der Falle hängt, wie viele Tiere es sind und ob es mehr werden. Ein einzelner Falter ist anders zu bewerten als viele Tiere, die sich über längere Zeit an derselben Stelle fangen. Ein Foto mit Datum macht Veränderungen sichtbar.
Werden es nach Ihren Maßnahmen weniger Tiere und bleibt die Falle schließlich leer, spricht das dafür, dass Ihre Maßnahmen wirken. Ein Beweis, dass keine Tiere mehr da sind, ist eine leere Falle aber nicht. Pheromonfallen fangen nur männliche Falter, Larven erreicht keine der Fallen.
Fang auswerten
Das notieren Sie bei jeder Kontrolle
Was hängt in der Falle?
- Falter, Schabe oder Fischchen?
- wie viele Tiere seit dem letzten Blick?
Wo und seit wann?
- Standort und Aufstelldatum notiert?
- steigt oder sinkt der Fang?
Für den Fachbetrieb
- Foto der Falle mit Datum
- Skizze mit allen Standorten
Wann Sie Fallen tauschen
Wann eine Falle ausgetauscht wird, steht auf dem Beipackzettel; unsere Produktdaten nennen dafür keine Dauer. Unabhängig davon tauschen Sie eine Falle aus, sobald die Klebefläche voll oder verstaubt ist, denn eine solche Fläche fängt kaum noch etwas.
Schreiben Sie auch bei der neuen Falle das Datum auf, damit Ihre Liste stimmt. Benutzte Schabenfallen klappen Sie zu, damit die Haftfläche innen liegt. Wie Sie die Fallen entsorgen, steht ebenfalls auf dem Beipackzettel. Unbenutzte Fallen bleiben bis zum Gebrauch in der Packung, außer Reichweite von Kindern und Haustieren.
Wenn der Fang bleibt: nächste Schritte und Fachbetrieb
Zeigt eine Falle über längere Zeit Tiere, reicht Beobachten nicht mehr. Bei Motten gehen Sie der Quelle nach: Kleidung prüfen, waschen oder reinigen lassen, Schränke aussaugen, befallene Vorräte entsorgen. Bei Silberfischen steht die Feuchtigkeit im Mittelpunkt. Die Fallen bleiben danach stehen und zeigen, ob sich etwas ändert.
Zeigen sich Schaben oder in mehreren Räumen Papierfischchen, holen Sie einen Schädlingsfachbetrieb dazu. Er bestimmt die Art, sucht die Verstecke und legt das weitere Vorgehen fest. Wohnen Sie zur Miete, informieren Sie auch die Vermietung, denn manche Tiere wandern über Schächte und Leitungen in Nachbarwohnungen.
Produkte zum Thema
- Kleidermottenfalle, 6 Stück – giftfreie Klebefalle 4,64,6 von 5 Sternen, 8 Bewertungen4.6
Angebot€12,90 - Schaben- & Kakerlakenfalle, 10 Stück – giftfreie Klebefalle 4,64,6 von 5 Sternen, 9 Bewertungen4.6
Angebot€9,90










