Magazin · Gesundheit
Vitamin D im Winter: was ein Selbsttest zeigen kann
Warum Vitamin D im Winter ein Thema ist, was ein Selbsttest aus der Fingerkuppe anzeigt und was nicht und wie Sie ein Ergebnis mit der Arztpraxis besprechen.

Wenn die Sonne tief steht
Im Herbst werden die Tage kürzer, die Sonne steht tiefer, und viele Menschen verbringen mehr Zeit drinnen. In dieser Jahreszeit fragen sich viele, ob ihr Körper genug Vitamin D hat. Das Thema begegnet einem in Gesprächen, in der Apotheke und in der Werbung für Präparate.
Dieser Ratgeber erklärt, wie der Körper Vitamin D bildet und warum die Jahreszeit dabei eine Rolle spielt. Er zeigt, was ein Selbsttest aus der Fingerkuppe anzeigen kann und was nicht, und wie Sie ein Ergebnis mit Ihrer Arztpraxis besprechen. Ob Sie Vitamin D einnehmen sollten und in welcher Menge, beantwortet dieser Ratgeber bewusst nicht. Das klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Wie der Körper Vitamin D bildet
Vitamin D unterscheidet sich von den meisten anderen Vitaminen: Der Körper kann es zu einem großen Teil selbst herstellen. Dafür braucht die Haut Sonnenlicht, genauer den UV-B-Anteil. Aus einer Vorstufe entsteht in der Haut unter diesem Licht Vitamin D, das Leber und Nieren anschließend in seine wirksamen Formen umwandeln.
Ein kleinerer Teil kommt über die Nahrung dazu. Überschüssiges Vitamin D speichert der Körper, vor allem im Fett- und Muskelgewebe. Vitamin D ist an vielen Vorgängen im Körper beteiligt, unter anderem am Stoffwechsel der Knochen. Was ein niedriger Wert für Sie bedeutet, kann nur die Praxis einordnen.
Warum die Jahreszeit eine Rolle spielt
Wie viel Vitamin D die Haut bilden kann, hängt stark davon ab, wie hoch die Sonne steht. Im Sommer, wenn die Sonne um die Mittagszeit hoch am Himmel steht, ist der Anteil an UV-B-Licht groß. In unseren Breiten reicht die Wintersonne dagegen meist nicht aus, damit die Haut nennenswert Vitamin D bildet.
Im Winter greift der Körper deshalb auf die Vorräte zurück, die er im Sommer angelegt hat. Wie lange sie reichen, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Hinzu kommt, dass im Winter meist nur Gesicht und Hände unbedeckt sind, wenn wir draußen sind. Deshalb ist Vitamin D gerade in der dunklen Jahreszeit ein häufiges Thema.
Übers Jahr
Vitamin D und Sonnenlicht im Lauf des Jahres
- Frühling Die Sonne steigtdie Tage werden länger, die Haut bekommt wieder mehr Sonnenlicht
- Sommer Viel Sonnenlichtdie Haut kann Vitamin D bilden, wenn Sie draußen sind; der Körper legt Vorräte an
- Herbst Die Sonne steht tieferdie Bildung in der Haut nimmt ab, die Tage werden kürzer
- Winter Wenig Sonnenlichtdie Haut bildet kaum Vitamin D, der Körper greift auf seine Vorräte zurück
Was den Vitamin-D-Spiegel beeinflussen kann
Neben der Jahreszeit spielen viele Dinge eine Rolle, wie viel Vitamin D im Blut zu finden ist:
- wie viel Zeit Sie bei Tageslicht draußen verbringen,
- wie viel Haut dabei unbedeckt ist und ob Sie Sonnenschutz auftragen,
- Ihr Hauttyp und Ihr Lebensalter, denn mit den Jahren bildet die Haut weniger Vitamin D,
- Ihre Ernährung,
- bestimmte Erkrankungen und Medikamente, nach denen Sie Ihre Praxis fragen können.
Keiner dieser Punkte sagt für sich allein etwas über Ihren Wert aus. Für wen der Selbsttest bestimmt ist, etwa in welchem Alter und ob in der Schwangerschaft, nennt die Gebrauchsanweisung. Bei Kindern, Jugendlichen und in der Schwangerschaft führt der erste Weg in die Praxis.
Was der Selbsttest misst
Mit dem Vitamin-D-Selbsttest von HomeHuLab prüfen Sie zu Hause, ob Ihr Wert unterhalb des festgelegten Referenzbereichs liegt. Dafür nehmen Sie eine kleine Blutprobe aus dem Finger. Nach 10 Minuten lesen Sie das Ergebnis mit bloßem Auge am Test ab. In der Packung sind zwei Tests, jeder ist für eine Anwendung bestimmt.
Der Test liefert keinen Messwert in Zahlen, sondern nur die Antwort, ob der Referenzbereich unterschritten ist. Laut Gebrauchsanweisung lag die Gesamtgenauigkeit im Vergleich mit einem Referenzgerät bei 94,4 %, ermittelt an 90 Vollblutproben. Diese Angabe stammt aus einer Bewertung vieler Proben; wie Ihr eigener Test ausfällt, lässt sich daraus nicht ablesen.

Der Test in Zahlen
Was der Vitamin-D-Selbsttest anzeigt
- 10 Min.bis zum Ergebnismit bloßem Auge am Test ablesen
- 2 Testsin der Packungjeder Test für eine Anwendung
- 1 Wertunter dem Referenzbereich?ja oder nein, kein Messwert in Zahlen
Was der Test nicht zeigt
Der Selbsttest beantwortet eine einzige Frage. Er zeigt nicht, wie weit Ihr Wert unter dem Referenzbereich liegt, und auch nicht, warum er niedrig ist. Er sagt nichts darüber, ob Beschwerden wie Müdigkeit mit Vitamin D zusammenhängen, denn solche Beschwerden haben viele mögliche Ursachen.
Auch die Frage, ob und wie viel Vitamin D Sie einnehmen sollten, beantwortet der Test nicht. Dafür braucht es die Einschätzung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes, die Ihre Vorgeschichte, Ihre Medikamente und gegebenenfalls einen Laborwert berücksichtigt. Und liegt Ihr Wert nicht unter dem Referenzbereich, ist eine Unterversorgung damit nicht ausgeschlossen.
So gelingt der Test
Lesen Sie die bebilderte Anleitung einmal vollständig, bevor Sie die Packung öffnen, und legen Sie alle Teile bereit. Prüfen Sie das Haltbarkeitsdatum. Warme Hände erleichtern die Blutprobe; halten Sie sie deshalb vorher kurz unter warmes Wasser und trocknen Sie sie danach gründlich.
Gehen Sie bei der Probe Schritt für Schritt nach den Bildern der Anleitung vor und lassen Sie keinen Schritt aus. Stellen Sie sich einen Wecker auf 10 Minuten und lesen Sie das Ergebnis bei gutem Licht ab. Halten Sie Datum, Uhrzeit und Ergebnis fest, am einfachsten mit einem Foto des Tests.
Das Ergebnis einordnen
Zeigt der Test einen Wert unter dem Referenzbereich, ist das ein Anhaltspunkt für eine mögliche Unterversorgung, keine Diagnose. Ob tatsächlich ein Vitamin-D-Mangel vorliegt und was daraus folgt, klärt die Arztpraxis. Vereinbaren Sie einen Termin und nehmen Sie Ihr Ergebnis mit.
Liegt Ihr Wert nicht unter dem Referenzbereich, Sie haben aber anhaltende Beschwerden, sprechen Sie trotzdem mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Die Ursache kann ganz woanders liegen. Können Sie das Ergebnis nicht gut ablesen, schauen Sie in der Anleitung nach, was in diesem Fall gilt und ob Sie den zweiten Test verwenden.
Mit dem Ergebnis in die Arztpraxis
Ein vorbereitetes Gespräch hilft der Praxis, Ihr Ergebnis einzuordnen. Notieren Sie vorher, wann Sie den Test gemacht haben und mit welchem Ergebnis. Schreiben Sie auf, ob Sie Beschwerden haben, seit wann und wie stark.
Wichtig sind auch alle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, die Sie einnehmen, einschließlich Vitamin-D-Präparaten, die Sie vielleicht schon im Haus haben. In der Praxis kann der Vitamin-D-Wert bei Bedarf im Labor als Zahl bestimmt werden. Fragen Sie, ob das in Ihrem Fall sinnvoll ist und wann eine erneute Kontrolle angebracht wäre.
Zum Mitnehmen
Für das Gespräch in der Arztpraxis
Selbsttest
- Ergebnis mit Foto
- Datum und Uhrzeit des Tests
Beschwerden
- Welche Beschwerden, seit wann, wie stark
- Was sich im Winter verändert hat
Präparate
- Alle Medikamente
- Vitamin D und andere Nahrungsergänzungsmittel
Fragen
- Ist eine Bestimmung im Labor sinnvoll?
- Wann ist eine erneute Kontrolle angebracht?
Vor einer Einnahme: erst mit der Praxis sprechen
Vitamin-D-Präparate gibt es frei zu kaufen, und viele nehmen sie im Winter ohne vorherige Kontrolle ein. Hoch dosierte Präparate sollten Sie trotzdem nicht auf eigene Faust einnehmen. Der Körper speichert Vitamin D, und zu viel davon kann schaden.
Ob eine Einnahme für Sie sinnvoll ist und in welcher Menge, sollte Ihre Ärztin oder Ihr Arzt entscheiden. Das gilt besonders, wenn Sie andere Medikamente nehmen, Vorerkrankungen haben oder schwanger sind. Ein Selbsttest ersetzt dieses Gespräch nicht, er kann es aber anstoßen.
Tageslicht, Ernährung und Alltag im Winter
Auch wenn die Wintersonne für die Vitamin-D-Bildung oft nicht ausreicht, lohnt sich der Weg nach draußen. Ein Spaziergang um die Mittagszeit bringt Tageslicht und Bewegung in den Alltag. Im Frühjahr, wenn die Sonne wieder höher steigt, kann die Haut nach und nach wieder mehr Vitamin D bilden.
Über die Ernährung nimmt der Körper meist nur kleine Mengen auf, etwa aus fettem Seefisch, Eiern oder Pilzen. Den Bedarf decken diese Lebensmittel allein in der Regel nicht. Eine abwechslungsreiche Ernährung bleibt trotzdem eine gute Grundlage. Bei allen Fragen zu Ihrer Versorgung ist Ihre Arztpraxis die richtige Adresse.
Ein Selbsttest ersetzt keine ärztliche Diagnose. Lassen Sie ein auffälliges Ergebnis ärztlich abklären; auch ein unauffälliges Ergebnis schließt eine Erkrankung nicht sicher aus.
In-vitro-Diagnostikum zur Eigenanwendung. Bitte beachten Sie die Gebrauchsanweisung. Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Beratung.
Produkte zum Thema
- 2x Vitamin-D Schnelltest – einfacher Selbsttest für Zuhause 4,84,8 von 5 Sternen, 29 Bewertungen4.8
Angebot€14,90




