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Fellpflege nach Felltyp: Bürste, Kamm, Shampoo
Kurzes Fell, langes Fell oder dichte Unterwolle: welche Bürste zu Ihrem Hund oder Ihrer Katze passt, wie Sie im Fellwechsel vorgehen und was beim Baden zu beachten ist.

Warum regelmäßige Fellpflege dazugehört
Hunde und Katzen pflegen ihr Fell zum Teil selbst, doch regelmäßiges Bürsten nimmt ihnen einiges ab. Es löst lose Haare und Unterwolle, entfernt Schmutz und verhindert, dass sich Knoten zu Verfilzungen auswachsen. Gerade im Fellwechsel landen ausgebürstete Haare in der Bürste statt auf Sofa und Teppich.
Die Fellpflege ist außerdem eine gute Gelegenheit, Ihr Tier genau anzusehen: Sie bemerken Kletten, kleine Verletzungen, Zecken oder Veränderungen der Haut früher als im Vorbeigehen. Und viele Tiere genießen die ruhigen Minuten mit ihrem Menschen.
Welcher Felltyp hat Ihr Tier?
Für die Wahl des Werkzeugs zählt vor allem, wie lang das Fell ist und ob Ihr Tier Unterwolle hat. Grob lassen sich drei Typen unterscheiden:
- Kurzes Fell: Die Haare liegen eng an, Knoten entstehen kaum. Typisch für viele kurzhaarige Hunde und Hauskatzen.
- Mittellanges bis langes Fell: Die Haare sind länger und können an Ohren, Achseln und Bauch verknoten.
- Fell mit dichter Unterwolle: Unter dem Deckhaar liegt eine weiche, dichte Schicht, die im Fellwechsel in großen Mengen ausfällt.
Viele Tiere sind Mischformen. Fragen Sie im Zweifel in Ihrer Tierarztpraxis oder bei einer Hundefriseurin oder einem Hundefriseur nach, welches Fell Ihr Tier hat.
Auf einen Blick
Welches Werkzeug für welches Fell?
- Kurzes FellStriegel mit weichen Noppen
- Mittellang bis langDoppelbürste: erst Pins, dann Borsten
- Lang mit UnterwolleBürste mit angewinkelten Pins
- Im FellwechselKamm für lose Unterwolle
Kurzes Fell: der Striegel
Für kurzes Fell eignet sich ein Striegel mit weichen, flexiblen Noppen. Der Kurzhaar-Striegel von HomePetWorld hat einen Griff aus Buchenholz mit Handschlaufe und Gumminoppen, die loses Fell, Schmutz und leichte Knoten aufnehmen. Sie können ihn bei trockenem Fell verwenden und nach dem Baden auch bei nassem Fell.
Bürsten Sie in Wuchsrichtung des Fells, mit ruhigen Strichen und wenig Druck. Ziehen Sie die ausgebürsteten Haare danach von den Noppen ab, dann ist der Striegel wieder einsatzbereit.
Mittellanges und langes Fell: die Doppelbürste
Bei längerem Fell arbeiten Sie am besten in zwei Schritten. Die 2-in-1-Doppelbürste von HomePetWorld hat dafür zwei Seiten: eine mit Edelstahlpins und eine mit weichen Naturborsten.
- Mit der Pin-Seite bürsten Sie Unterwolle und Knoten aus.
- Mit der Borstenseite nehmen Sie danach loses Fell und Staub auf.
Laut Produktbeschreibung passt die Doppelbürste zu den meisten Hunde- und Katzenrassen und ist für die regelmäßige Fellpflege gedacht.
Arbeiten Sie sich Partie für Partie vor, vom Kopf zum Schwanz. An Stellen, an denen sich gern Knoten bilden, etwa hinter den Ohren, an den Achseln und am Bauch, nehmen Sie sich etwas mehr Zeit.
Langes Fell mit Unterwolle: die Bürste mit angewinkelten Pins
Tiere mit langem Fell und dichter Unterwolle brauchen eine Bürste, die bis in die unteren Schichten reicht. Die Bürste für Langhaar und Unterwolle von HomePetWorld hat angewinkelte Edelstahlpins und einen Griff aus Buchenholz. Sie löst Knoten und Verfilzungen und entfernt lose Unterwolle.
Führen Sie die Bürste mit wenig Druck, damit die Pins nicht über die Haut kratzen. Halten Sie bei Knoten das Fell zwischen Knoten und Haut mit der Hand fest und lösen Sie den Knoten von außen nach innen. Verfilzungen, die sich nicht lösen lassen, schneiden Sie nicht selbst nah an der Haut ab; das übernimmt besser eine Hundefriseurin, ein Hundefriseur oder die Tierarztpraxis.
Im Fellwechsel: der Kamm für die Unterwolle
Beim Wechsel zum Sommer- und zum Winterfell fällt besonders viel Unterwolle an. Dann lohnt sich ein Werkzeug, das gezielt lose Unterwolle herausholt. Der Fellwechsel-Kamm von HomePetWorld entfernt lose Haare, Unterwolle und Schmutz bei kurzem und langem Fell, laut Produktbeschreibung bei kleinen und großen Hunden ebenso wie bei Katzen.
Kämmen Sie im Fellwechsel regelmäßig, in dieser Zeit gern auch täglich für ein paar Minuten. Lösen Sie die ausgekämmten Haare nach jedem Durchgang aus dem Kamm.

Katzen bürsten
Katzen putzen sich ausgiebig selbst. Kurzhaarkatzen brauchen deshalb meist nur ab und zu Hilfe, vor allem im Fellwechsel. Langhaarkatzen dagegen sollten Sie regelmäßig bürsten, weil ihr Fell leicht verfilzt, besonders an Bauch, Achseln und hinter den Ohren.
Viele Katzen mögen kurze Einheiten lieber als lange. Bürsten Sie zuerst an Stellen, die Ihre Katze gern gestreichelt bekommt, etwa Rücken und Wangen, und hören Sie auf, bevor sie ungeduldig wird. Für kurzes Katzenfell nehmen Sie einen Striegel mit weichen Noppen, für langes Fell eine Bürste mit Pins oder die Doppelbürste.
Wie oft bürsten?
Eine feste Regel gibt es nicht; es kommt auf Fell, Jahreszeit und Lebensweise an. Als Orientierung:
- Kurzes Fell: alle paar Tage oder wenn das Fell verschmutzt ist.
- Mittellanges bis langes Fell: häufiger, damit sich keine Knoten festsetzen.
- Langes Fell mit Unterwolle: regelmäßig und gründlich, im Fellwechsel gern täglich.
Nutzen Sie die Gelegenheit auch für einen kurzen Blick auf Pfoten, Ohren und Krallen. Zwischen den Ballen setzen sich gern Kletten und Grannen fest, besonders nach Spaziergängen über Wiesen und Felder. Nach solchen Spaziergängen lohnt außerdem ein Blick auf Zecken.
So gewöhnen Sie Ihr Tier ans Bürsten
- Beginnen Sie früh, am besten schon im Welpen- oder Kittenalter, mit kurzen Einheiten.
- Wählen Sie einen ruhigen Moment, etwa nach einem Spaziergang oder vor dem Schlafen.
- Loben Sie Ihr Tier und belohnen Sie es mit einem Leckerli.
- Beginnen Sie mit einer Bürste mit weichen Noppen, wenn Ihr Tier unsicher ist.
Zwingen Sie Ihr Tier nicht. Lieber an mehreren Tagen kurz bürsten als einmal lang und mit Widerstand.
Baden und Shampoo
Die meisten Hunde müssen nur selten gebadet werden, etwa wenn sie sich in etwas gewälzt haben oder stark verschmutzt sind. Katzen baden Sie in der Regel gar nicht. Wenn Sie baden, verwenden Sie ein Shampoo, das für die jeweilige Tierart bestimmt ist, kein Shampoo für Menschen, und spülen Sie gründlich aus. Bürsten Sie das Fell vor dem Baden durch, denn Knoten verfilzen im Wasser leicht. Trocknen Sie Ihr Tier danach gründlich ab und lassen Sie es nicht mit nassem Fell in die Kälte.
Shampoos, die gegen Parasiten wie Milben, Läuse oder Zecken wirken sollen, sind keine gewöhnlichen Pflegeprodukte. Sie sind je nach Mittel Biozidprodukte oder Tierarzneimittel. Wenden Sie solche Mittel nur so an, wie es auf dem Etikett steht, und sprechen Sie bei einem Befall mit Ihrer Tierarztpraxis.
Bürsten pflegen und wann die Tierarztpraxis gefragt ist
Entfernen Sie nach jeder Fellpflege die Haare aus Bürste, Kamm und Striegel; dann sind sie beim nächsten Mal sofort einsatzbereit. Nutzen Sie bei mehreren Tieren am besten für jedes eigene Bürsten.
Fallen Ihnen beim Bürsten kahle oder gerötete Stellen, Schuppen, Wunden, kleine Krümel im Fell oder häufiges Kratzen auf, sprechen Sie bitte mit Ihrer Tierarztpraxis.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung.
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