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Fellwechsel bei Hund und Katze: was im Frühjahr und Herbst hilft
Wann Hunde und Katzen ihr Fell wechseln, woran Sie den Fellwechsel erkennen, wie oft Sie dann bürsten und welcher Kamm die Unterwolle löst.

Zweimal im Jahr ein neues Fell
Plötzlich liegen Haarbüschel im Flur, auf der Decke im Körbchen bleibt ein heller Flaum, und beim Streicheln haben Sie eine Handvoll Unterwolle in der Hand: Ihr Hund oder Ihre Katze ist im Fellwechsel. Das ist kein Grund zur Sorge. Viele Tiere tauschen im Frühjahr und im Herbst einen großen Teil ihres Fells aus.
Dieser Ratgeber erklärt, was dabei passiert, wann der Fellwechsel beginnt und welche Tiere besonders viel Haar verlieren. Sie erfahren, welches Werkzeug lose Unterwolle aus dem Fell holt, wie oft Sie in dieser Zeit bürsten und wann ein Haarverlust nicht mehr zum Fellwechsel passt.
Was beim Fellwechsel passiert
Das Fell vieler Hunde und Katzen besteht aus zwei Schichten. Außen liegt das längere, festere Deckhaar. Darunter sitzt die Unterwolle, eine weiche, dichte Schicht, die im Winter warm hält. Beim Fellwechsel wird vor allem diese Unterwolle ausgetauscht.
Die alten Haare lösen sich, bleiben aber oft im Fell hängen, weil das Deckhaar sie festhält. Dann entstehen Büschel, die sich beim Liegen und Kratzen verdichten. Bei langem Fell bilden sich daraus schnell Knoten. Tiere mit viel Unterwolle verlieren in dieser Zeit besonders viel Haar.
Bürsten und Kämmen ändern am Ablauf nichts. Sie holen aber lose Haare heraus, die sonst im Fell hängen bleiben und sich verdichten.
Wann der Fellwechsel beginnt
Den Takt geben vor allem das Tageslicht und die Temperatur vor. Werden die Tage im Frühjahr länger und wärmer, wirft das Fell die dichte Winterwolle ab. Werden sie im Herbst kürzer und kühler, wächst neue, dichtere Unterwolle nach, und dabei fällt das leichtere Sommerhaar aus.
Wie früh, wie stark und wie lange der Fellwechsel ausfällt, ist von Tier zu Tier verschieden. Rasse, Alter und Lebensweise spielen mit. Hunde und Katzen, die viel Zeit im warmen, beleuchteten Haus verbringen, wechseln oft weniger deutlich. Bei ihnen verteilt sich der Haarverlust stärker über das ganze Jahr.
Beobachten Sie Ihr Tier: Die ersten Büschel im Fell und mehr Haare auf Decke und Sofa zeigen, dass es losgeht.
Ein Fell-Jahr
Der Fellwechsel im Lauf des Jahres
- Frühjahr Das Winterfell gehtDichte Unterwolle löst sich in Büscheln.
- Sommer Leichteres FellMeist fällt nur noch wenig Haar an.
- Herbst Das Winterfell kommtSommerhaar fällt aus, dichtere Unterwolle wächst nach.
- Winter Dichtes FellWeiter regelmäßig bürsten, damit nichts verfilzt.
Felltypen: wer viel und wer wenig wechselt
Besonders viel Haar verlieren Tiere mit dichter Unterwolle. Dazu zählen viele große Hunde wie Labrador, Golden Retriever oder Schäferhund und Rassen nordischer Herkunft. Auch Katzen mit dichtem Fell, ob kurz oder lang, wechseln oft kräftig.
Kurzhaarige Hunde ohne viel Unterwolle verlieren eher laufend einzelne Haare, die sich überall festsetzen, aber keine Büschel bilden. Hunde mit lockigem oder stetig wachsendem Haar wechseln deutlich weniger. Ihr Fell braucht dafür das ganze Jahr regelmäßige Pflege und oft einen Schnitt im Tierfriseursalon.
Viele Hunde sind Mischungen. Fragen Sie im Zweifel in Ihrer Tierarztpraxis oder im Tierfriseursalon nach, wie viel Unterwolle Ihr Tier hat.
Welches Werkzeug?
Fellwechsel je nach Fell: das passende Werkzeug
-
Kurzes Fell
- Striegel mit weichen Gumminoppen
- nimmt loses Fell und Schmutz auf
- auch im nassen Fell nach dem Baden
-
Langes Fell mit Unterwolle
- Bürste mit angewinkelten Edelstahlpins
- löst Knoten und lose Unterwolle
- mit wenig Druck führen
-
Katze
- kurzes Fell: Striegel
- langes Fell: Bürste mit Pins
- im Fellwechsel: Kamm für die Unterwolle
- lieber kurze Einheiten
Im Fellwechsel kommt der Kamm für die lose Unterwolle dazu, bei Hund wie bei Katze.
Unterwolle lösen: der Fellwechsel-Kamm
Für die Zeit des Wechsels lohnt sich ein Werkzeug, das gezielt in die Unterwolle greift. Der Fellwechsel-Kamm von HomePetWorld entfernt laut Produktbeschreibung lose Haare, Unterwolle und Schmutz bei kurzem und langem Fell. Er ist für kleine und große Hunde ebenso gedacht wie für Katzen und hat einen Griff aus Buchenholz.
So kämmen Sie im Fellwechsel:
- Arbeiten Sie in Wuchsrichtung und Abschnitt für Abschnitt, etwa vom Hals über den Rücken zu den Flanken.
- Führen Sie den Kamm mit ruhigen Strichen und ohne Druck auf die Haut.
- Leeren Sie den Kamm zwischendurch, sobald er voller Unterwolle ist, damit er wieder frei ins Fell greift.
- Kämmen Sie draußen oder auf einem Boden, den Sie danach leicht fegen oder saugen können.
Langes Fell: die Bürste mit Pins
Bei langem Fell mit Unterwolle bleibt es selten beim Kämmen. Die losen Haare verhaken sich im langen Deckhaar, und an Ohren, Achseln und Hosen entstehen Knoten. Die Bürste für Langhaar und Unterwolle von HomePetWorld arbeitet mit angewinkelten Edelstahlpins, die bis ins Unterfell reichen. Laut Beschreibung ist sie besonders für die Zeit des Fellwechsels gedacht.
Teilen Sie das Fell in Partien und beginnen Sie an den Haarspitzen. Erst wenn die Spitzen frei sind, arbeiten Sie sich zum Ansatz vor. Halten Sie den Druck gering, denn die Pins sollen durch das Fell gleiten und nicht über die Haut kratzen. Hängt die Bürste an einem Knoten, halten Sie das Fell zwischen Knoten und Haut fest und lösen ihn in kleinen Strichen.
Verfilzte Stellen, die sich nicht lösen lassen, gehören in einen Tierfriseursalon oder in die Tierarztpraxis.
Kurzes Fell: der Striegel
Auch kurzes Fell wechselt, nur fallen die Haare anders aus: einzeln, fein und überall. Pins braucht es dafür nicht. Der Kurzhaar-Striegel von HomePetWorld hat weiche, flexible Gumminoppen, die loses Fell, Schmutz und leichte Knoten von der Oberfläche aufnehmen. Ein Griff aus Buchenholz mit Handschlaufe hält ihn in der Hand.
Führen Sie den Striegel in Wuchsrichtung über Rücken, Flanken und Hals. Laut Produktbeschreibung können Sie ihn bei trockenem und bei nassem Fell verwenden, also auch direkt nach dem Baden. Ziehen Sie die Haare zwischendurch von den Noppen ab. Ist er nass geworden, legen Sie ihn zum Trocknen an die Luft.
Wie oft bürsten im Fellwechsel?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Im Fellwechsel gilt eher: öfter und dafür kürzer. Viele Tiere lassen sich eine kurze Einheit am Tag gern gefallen, während eine lange Sitzung am Wochenende sie überfordert. Bei dichter Unterwolle kann in der Hochphase auch eine zweite kurze Runde sinnvoll sein.
Achten Sie auf Ihr Tier. Wird es unruhig, dreht sich weg oder versucht zu gehen, hören Sie auf und machen später weiter. Ist der Wechsel vorbei und landen kaum noch Haare im Kamm, kehren Sie zum gewohnten Rhythmus zurück und nehmen die Bürste, die zum Fell Ihres Tieres passt.
Bürstplan
So bürsten Sie vor, im und nach dem Fellwechsel
- Vor dem WechselFell regelmäßig durchbürsten, damit es ohne Knoten in den Wechsel geht.
- Mitten im WechselÖfter und kürzer kämmen, den Kamm zwischendurch leeren.
- DanachZurück zur gewohnten Bürste für das jeweilige Fell.
- Übers JahrBeim Bürsten auf Kletten, Zecken und kahle Stellen achten.
Katzen im Fellwechsel
Katzen putzen sich gründlich und schlucken dabei lose Haare, im Fellwechsel besonders viele. Manche Katzen würgen in dieser Zeit häufiger Haarballen hervor. Bürsten Sie Ihre Katze deshalb gerade jetzt regelmäßig und in kurzen Einheiten.
Kurzhaarkatzen kommen meist mit einem Striegel aus. Bei Langhaarkatzen verfilzt das Fell im Wechsel leicht, vor allem an Bauch, Achseln und hinter den Ohren. Für die lose Unterwolle gibt es den Fellwechsel-Kamm, der laut Beschreibung auch für Katzen gedacht ist; Knoten lösen Sie mit der Bürste mit Pins. Würgt Ihre Katze sehr oft, frisst wenig oder setzt kaum Kot ab, sprechen Sie mit Ihrer Tierarztpraxis.
Haare in der Wohnung: Sofa, Kleidung, Auto
Ganz ohne Haare in der Wohnung geht ein Fellwechsel selten ab. Ein paar Gewohnheiten halten den Aufwand aber überschaubar:
- Bürsten Sie draußen, auf dem Balkon oder an einer Stelle, die Sie danach leicht reinigen.
- Legen Sie auf Sofa, Sessel und den Lieblingsplatz eine waschbare Decke.
- Saugen Sie in dieser Zeit öfter, gern mit einer Polsterdüse für Sofa und Autositze.
- Halten Sie für Kleidung eine Fusselrolle an der Garderobe bereit.
- Decken Sie im Auto die Rückbank oder den Kofferraum mit einer Decke ab, die Sie nach der Fahrt ausschütteln.
Entsorgen Sie ausgekämmte Unterwolle gleich im Hausmüll. Liegen gelassen, weht sie leicht wieder ins Haus.

Wann der Haarverlust in die Praxis gehört
Ein Fellwechsel betrifft in der Regel das ganze Fell. Anders ist es, wenn Ihnen beim Bürsten Folgendes auffällt:
- kahle, gerötete oder schuppige Stellen,
- Fell, das fleckig oder einseitig ausfällt,
- Ihr Tier kratzt oder beleckt sich auffällig oft,
- kleine dunkle Krümel im Fell oder Zecken,
- Haarverlust außerhalb der üblichen Zeit, zusammen mit Müdigkeit, Gewichtsveränderung oder viel Durst.
Dann ist es Zeit für einen Termin in der Tierarztpraxis. Bringen Sie Ihre Beobachtungen mit, am besten mit Fotos der Stellen.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung.
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