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Einkaufen mit dem Rollator: Tasche packen, Gänge, Kasse und Markt
Wie Sie mit dem Rollator entspannt einkaufen: den Einkauf planen, im Laden den Rollator abstellen, die Tasche nur bis zur erlaubten Last packen, an der Kasse Pause machen und Schweres liefern lassen.

Selbst einkaufen gehen
Brot beim Bäcker holen, im Supermarkt nach Angeboten schauen, am Marktstand ein paar Worte wechseln: Der eigene Einkauf ist für viele Menschen ein fester Teil der Woche. Mit dem Rollator klappt das gut, wenn Sie ein paar Dinge anders machen als früher. Gerade in der Adventszeit, wenn die Geschäfte voll sind, lohnt sich ein Plan.
Dieser Ratgeber begleitet Sie vom Einkaufszettel bis zum Auspacken zu Hause. Er zeigt, wie Sie Uhrzeit und Laden wählen, mit Türen und Einkaufswagen umgehen, in den Gängen anhalten und an hohe Regale kommen. Dazu geht es um die Tasche, die Pause an der Kasse, den Wochenmarkt und darum, was Sie sich besser bringen lassen.
Den Einkauf planen: Liste, Uhrzeit, Laden
Eine gute Liste spart Wege. Ordnen Sie die Dinge so, wie sie im Laden stehen, etwa Obst und Gemüse, Brot, Kühlregal, Drogerie. So gehen Sie jeden Gang nur einmal. Schreiben Sie Schweres gleich auf einen eigenen Zettel für die Lieferung oder für Angehörige.
Wählen Sie eine ruhige Uhrzeit. Vormittags unter der Woche ist es in vielen Geschäften leerer als am Samstag oder kurz vor Feierabend. Ein Laden, den Sie kennen, ist oft die bessere Wahl als ein großer, in dem Sie lange suchen. Fragen Sie beim ersten Besuch, ob es einen Eingang ohne Stufe, breite Kassen oder einen Sitzplatz gibt.
Vor dem Losgehen
Gut vorbereitet zum Einkauf
Planen
- Liste nach Gängen ordnen
- ruhige Uhrzeit wählen
- Schweres für die Lieferung notieren
Am Rollator
- Tasche leer, Fach für die Geldbörse frei
- Bremsen vor dem Losgehen kurz prüfen
Griffbereit
- Geldbörse und Telefon
- Schlüssel und Einkaufsliste
Der Weg zum Geschäft
Nehmen Sie den Weg, den Sie kennen, auch wenn er ein wenig länger ist. Abgesenkte Bordsteine, Ampeln mit genug Zeit und eine Bank für eine Pause sind wichtiger als die kürzeste Strecke. Bedenken Sie, dass der Rückweg mit gefüllter Tasche anstrengender ist als der Hinweg.
Fährt Sie jemand mit dem Auto, lassen Sie sich nahe am Eingang aussteigen und den Rollator vorher entfalten. Beim Aussteigen stützen Sie sich am Autositz oder am Türrahmen ab, nicht am Rollator. An dunklen Wintertagen gehen Sie am besten bei Tageslicht. Wie Sie Bordstein, Rampe und Bus mit dem Rollator meistern, beschreibt unser Ratgeber zum Einstellen des Rollators; maßgeblich bleibt die Gebrauchsanweisung.
Eingang, Türen und Einkaufswagen
Automatische Türen öffnen sich nicht immer schnell genug. Warten Sie, bis die Tür ganz offen ist, und gehen Sie dann zügig, aber ohne Hast hindurch. Drehtüren meiden Sie besser und nehmen den Seiteneingang. Ist der Zugang mit einer Schranke oder einem Drehkreuz versperrt, bitten Sie das Personal, Ihnen den Durchgang zu öffnen.
Einen Einkaufswagen und den Rollator zugleich zu schieben, klappt nicht, denn beide Hände gehören an die Griffe des Rollators. Kaufen Sie deshalb so viel, wie in die Tasche passt, oder gehen Sie mit Begleitung, die den Wagen schiebt. Legen Sie keine schweren Waren auf den Sitz; ob er als Ablage gedacht ist, steht in der Gebrauchsanweisung.
In den Gängen: abstellen und Bremse feststellen
Bevor Sie am Regal stehen bleiben, legen Sie die Feststellbremse ein. Beim Rollator 3-fach faltbar heißt sie Parkbremse. Bleiben Sie nah am Rahmen und drehen Sie sich zum Regal, statt sich weit zur Seite zu lehnen. Greifen Sie erst zu, wenn der Rollator steht.
Stellen Sie den Rollator so ab, dass andere vorbeikommen, am besten dicht am Regal. In engen Gängen und an Aktionsflächen wird es schnell voll. Lassen Sie sich nicht drängen: Wer es eilig hat, findet einen Weg um Sie herum. Bevor Sie weitergehen, lösen Sie die Bremse und fassen beide Griffe.

Hohe und tiefe Regale: Hilfe holen
Ganz oben und ganz unten im Regal wird es mühsam. Strecken Sie sich nicht auf die Zehenspitzen und greifen Sie nicht über den Rollator hinweg nach oben. Auch tiefes Bücken zum untersten Fach strengt an und bringt Sie leicht aus dem Gleichgewicht.
Fragen Sie lieber nach. Mitarbeitende im Laden reichen Ihnen gern eine Packung herunter, und auch andere Kundinnen und Kunden helfen meist, wenn man sie anspricht. Für leichte Dinge kann eine Greifhilfe nützlich sein. Merken Sie sich, wo Ihre Lieblingsprodukte stehen, dann wissen Sie beim nächsten Mal, wen Sie fragen.
Die Tasche packen: Last laut Gebrauchsanweisung
Die Tasche am Rollator ist für den kleinen Einkauf da. Beim Rollator 3-fach faltbar ist sie abnehmbar, fasst 8 Liter und trägt laut technischen Daten bis ca. 5 kg. Für den Komfort-Rollator und den 2-in-1-Rollator nennen unsere Produktdaten keine Last; halten Sie sich dort an die Gebrauchsanweisung und beladen Sie die Tasche im Zweifel nur leicht.
Legen Sie Schweres nach unten und Empfindliches wie Eier oder Obst obenauf. Geldbörse, Schlüssel und Telefon kommen in ein eigenes Fach oder eine kleine Umhängetasche, damit Sie nicht in der vollen Tasche suchen. Tüten an den Griffen bringen den Rollator aus dem Gleichgewicht. Was nicht mehr in die Tasche passt, lassen Sie sich liefern.
Auf einen Blick
Tasche und Sitz des Rollators 3-fach faltbar
- 8 LiterInhalt der Tascheabnehmbar, zum Tragen oder Reinigen
- ca. 5 kgLast der Taschelaut technischen Daten; Schweres lassen Sie liefern
- 54 cmSitzhöhefür Pausen, nur mit festgestellter Parkbremse
- 136 kgMaximale BelastungKörpergewicht laut technischen Daten
An der Kasse: Pause mit festgestellten Bremsen
Warteschlangen sind anstrengend, wenn man lange stehen muss. Ist die Schlange lang, legen Sie die Feststellbremse ein und setzen sich kurz auf den Sitz. Bevor es weitergeht, stehen Sie auf und lösen erst dann die Bremse. Lassen Sie sich auf dem Sitz nicht schieben, auch nicht für ein kurzes Stück.
Fragen Sie, ob es eine breitere Kasse gibt, und lassen Sie sich beim Auflegen und Einpacken Zeit. Viele Kassiererinnen und Kassierer helfen, wenn Sie darum bitten. Zahlen Sie im Stehen mit festgestellter Bremse und packen Sie erst danach in Ruhe ein, gern an der Packablage hinter der Kasse.
Schritt für Schritt
An der Kasse in Ruhe
- AnhaltenRollator dicht an das Band stellen und die Feststellbremse einlegen
- AuflegenWaren aus der Tasche auf das Band legen, ohne sich weit nach vorn zu lehnen
- Bezahlenim Stehen, die Geldbörse aus dem eigenen Fach
- Einpackenan der Packablage, Schweres nach unten, nur bis zur Last laut Gebrauchsanweisung
- Weitergehenhinter den Rollator stellen, Bremse lösen, beide Griffe fassen
Auf dem Wochenmarkt
Märkte liegen oft auf Plätzen mit Pflaster, und zwischen den Ständen wird es eng. Gehen Sie früh am Morgen, wenn noch wenig los ist, und suchen Sie sich einen Weg am Rand der Gänge. Solange der Rollator rollt, bleiben beide Hände an den Griffen.
Am Stand legen Sie die Feststellbremse ein, bevor Sie bezahlen oder Ware entgegennehmen. Lassen Sie sich Obst und Gemüse in eine kleine Tüte packen, die in die Tasche passt. Kaufen Sie lieber an einem Stand mehr als an vielen ein wenig. So sparen Sie Wege durch das Gedränge.
Schweres liefern lassen
Getränke, Kartoffeln, Waschmittel und große Packungen gehören nicht in die Rollator-Tasche. Viele Supermärkte und Getränkemärkte bringen Bestellungen nach Hause, oft auch nach telefonischer Bestellung. Fragen Sie im Geschäft, wie das bei Ihnen funktioniert.
Auch Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn oder ehrenamtliche Einkaufshilfen übernehmen gern den großen Einkauf, während Sie das Frische selbst aussuchen. Teilen Sie die Aufgaben so auf, dass Sie die Wege machen, die Ihnen Freude bereiten. Das Schleppen übernehmen andere oder der Lieferdienst.
Zu Hause: auspacken in Etappen
Reicht der Platz, gehen Sie zu Hause mit dem Rollator bis in die Küche und legen dort die Feststellbremse ein. Packen Sie am Küchentisch aus, am besten im Sitzen, und räumen Sie Kühlware zuerst ein. Ist der Flur zu eng, packen Sie dort aus und tragen jeweils nur wenige, leichte Dinge weiter.
Alles andere darf warten, bis Sie sich ausgeruht haben. Leeren Sie die Tasche danach ganz, damit sie beim nächsten Einkauf frei ist. Fiel Ihnen der Weg schwerer als sonst, oder brauchen Sie Hilfe bei der Wahl der passenden Gehhilfe, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Medizinprodukt. Bitte beachten Sie die Gebrauchsanweisung.
Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Beratung.








