Magazin · Kinder
Die ersten Wochen mit Baby: Erstausstattung für Bad, Wickeln und Wiegen
Was Sie in den ersten Wochen mit Baby wirklich brauchen: Wickelplatz, Bad und Kapuzenhandtuch, eine Waage für Zwischenwerte, Kleidung, Schlafplatz und die wichtigsten Termine.

Ankommen zu Hause
Die ersten Wochen mit einem Baby sind eine besondere Zeit. Der Tagesablauf richtet sich nach dem Kind, Nächte werden kurz, und vieles ist neu: Wickeln, Anziehen, Baden, Trösten. Gleichzeitig braucht die Mutter nach der Geburt Ruhe, um sich zu erholen. Je besser zu Hause alles vorbereitet ist, desto mehr Zeit bleibt für das Wesentliche, das Kennenlernen.
In diesem Ratgeber geht es um die praktische Seite: was Sie an Erstausstattung wirklich brauchen, wie Sie Wickelplatz und Bad einrichten, wann sich eine Waage lohnt und welche Termine anstehen. Fragen zur Entwicklung, zum Trinken und zur Gesundheit Ihres Kindes besprechen Sie bitte mit Ihrer Hebamme oder Ihrer Kinderarztpraxis.
Weniger ist mehr: was Sie wirklich brauchen
Die Listen für die Erstausstattung sind oft lang, und vieles darauf brauchen Sie erst später oder gar nicht. Konzentrieren Sie sich zuerst auf die Dinge, die Sie vom ersten Tag an täglich nutzen: einen Platz zum Wickeln, Kleidung in kleinen Größen, Windeln, zwei große Handtücher, einen Schlafplatz und für die Heimfahrt eine Babyschale fürs Auto.
Vieles lässt sich gut gebraucht kaufen oder von Freunden leihen, etwa Babywanne, Kinderwagen oder Kleidung. Wenn Familie und Freunde fragen, was Sie sich wünschen, hilft eine Liste mit Dingen, die Sie wirklich brauchen. Praktische Geschenke wie Kapuzenhandtücher oder eine Babywaage werden in den ersten Monaten oft genutzt.
Erstausstattung
Die Grundausstattung für die ersten Wochen
Wickeln
- Wickelauflage mit Rand
- Windeln und Waschlappen
- Eimer mit Deckel
- Kleines Licht für die Nacht
Baden
- Babywanne oder Badeeimer
- Badethermometer
- Zwei Kapuzenhandtücher
Schlafen
- Eigenes Bett mit fester, flacher Matratze
- Schlafsack in passender Größe
Unterwegs
- Babyschale fürs Auto
- Kinderwagen oder Trage
- Wickeltasche mit Wechselkleidung
Den Wickelplatz einrichten
Am Wickelplatz verbringen Sie in den ersten Wochen viel Zeit, oft auch nachts. Richten Sie ihn deshalb gut ein:
- Die Wickelfläche liegt auf einer Höhe, in der Sie aufrecht stehen können, ohne sich zu bücken.
- Eine Wickelauflage mit erhöhtem Rand gibt dem Baby einen festen Platz.
- Der Platz steht an einer Wand und in einem warmen Raum, denn Babys kühlen ohne Kleidung schnell aus.
- Alles, was Sie brauchen, liegt in Armlänge, damit Sie sich nicht abwenden müssen.
Lassen Sie Ihr Baby auf dem Wickeltisch keinen Moment allein, auch nicht, wenn es noch nicht krabbeln kann. Babys bewegen sich schneller und kräftiger, als man denkt. Müssen Sie weg, nehmen Sie Ihr Kind mit oder legen Sie es auf den Boden.
Was am Wickelplatz griffbereit liegt
- Windeln in der passenden Größe und ein Vorrat in der Schublade darunter,
- weiche Waschlappen oder Tücher und eine Schale mit warmem Wasser,
- Pflegeprodukte, die Ihnen Ihre Hebamme empfohlen hat,
- Wechselkleidung, ein Body und eine Spuckdecke,
- ein Eimer mit Deckel für gebrauchte Windeln.
Ein kleines Licht am Wickelplatz hilft nachts, ohne dass Sie das helle Deckenlicht einschalten müssen. So bleibt die Nacht für Ihr Baby ruhiger. Halten Sie außerdem eine zweite Garnitur Kleidung bereit, denn in den ersten Wochen wird oft mehr als einmal am Tag umgezogen.
Bad und Pflege in den ersten Wochen
Viele Babys müssen nicht jeden Tag gebadet werden. Wie oft es bei Ihrem Kind sinnvoll ist, besprechen Sie am besten mit Ihrer Hebamme. Zwischendurch genügt es oft, Gesicht, Hände, Hautfalten und den Windelbereich mit einem weichen Waschlappen und warmem Wasser zu reinigen.
Fürs Baden brauchen Sie eine Babywanne oder einen Badeeimer, ein Badethermometer, wenn Sie möchten, einen Waschlappen und ein großes Handtuch. Heizen Sie das Bad vorher auf, legen Sie alles bereit und prüfen Sie die Wassertemperatur mit dem Ellenbogen oder dem Thermometer. Lassen Sie Ihr Baby in der Wanne keinen Augenblick allein.
Das Kapuzenhandtuch
Nach dem Baden kühlt der kleine Körper schnell aus. Dann ist es praktisch, wenn ein großes Handtuch schon bereitliegt: Kapuze auf den Kopf, Tuch um den Körper, und Sie haben die Hände frei zum Abtrocknen.
Die Kapuzenhandtücher von HomeKidsWorld messen 100 × 100 cm. Ein Neugeborenes lässt sich ganz darin einpacken, und laut Beschreibung reicht das Format auch für Kleinkinder und Kinder, das Handtuch wird also nicht gleich zu klein. Es gibt sie in Grün, Blau, Beige und Rosa. Sie kommen in einer Geschenkbox mit Seidenpapier und eignen sich damit auch als Geschenk zur Geburt.
Waschen Sie neue Handtücher vor dem ersten Gebrauch und halten Sie sich beim Waschen und Trocknen an das Pflegeetikett. Planen Sie mindestens zwei ein, damit immer eines trocken bereitliegt.
Wiegen: wann sich eine Waage lohnt
In den ersten Wochen interessiert viele Eltern, wie sich das Gewicht ihres Babys entwickelt. Hebamme und Kinderarztpraxis wiegen Ihr Kind bei ihren Besuchen und Untersuchungen und ordnen die Werte ein. Eine eigene Waage zu Hause kann das ergänzen, etwa wenn die Hebamme um Zwischenwerte bittet. Die Einordnung bleibt Sache der Fachleute.
Die Kombi-Waage von HomeKidsWorld vereint Babywaage und Personenwaage. Mit der abnehmbaren Babyschale wiegen Sie Ihr Baby, laut Beschreibung im Bereich bis 20 kg in 5-g-Schritten. Ohne Schale nutzen Sie das Gerät als Personenwaage bis 180 kg in 50-g-Schritten. Mit der Tara-Funktion setzen Sie die Anzeige auf null, wenn ein Tuch in der Schale liegt.
Wiegen Sie möglichst unter gleichen Bedingungen und notieren Sie Datum, Uhrzeit und Wert. Bewerten Sie einzelne Werte nicht allein, sondern bringen Sie Ihre Notizen zu den Terminen mit.
Zu Hause wiegen
Zwei Wege mit der Kombi-Waage
-
In der Babyschale
- Ja: Bis 20 kg in 5-g-Schritten
- Ja: Tara für das Tuch in der Schale
- Nein: Nur solange Ihr Kind liegen mag
-
Mit Kind auf dem Arm
- Ja: Geht auch mit größerem Kind
- Ja: Personenwaage bis 180 kg
- Nein: Erst allein, dann mit Kind wiegen
- Nein: Als Personenwaage in 50-g-Schritten
Für kleine Babys ist die Schale gedacht; später ergibt die Differenz aus zwei Wiegungen das Gewicht Ihres Kindes.
Kleidung und Wäsche
Babys wachsen in den ersten Wochen schnell. Kaufen Sie deshalb nicht zu viel Kleidung in der kleinsten Größe und lieber Stücke, die sich leicht an- und ausziehen lassen, etwa Bodys mit Knöpfen an der Seite oder vorn. Mehrere dünne Schichten übereinander lassen sich der Temperatur besser anpassen als ein dickes Teil.
Waschen Sie neue Kleidung, Handtücher und Bettwäsche vor dem ersten Gebrauch. Richten Sie sich dabei nach dem Pflegeetikett. Planen Sie die Wäsche so, dass immer genug trockene Kleidung im Schrank liegt, denn in den ersten Wochen fällt mehr Wäsche an, als viele Eltern erwarten.
Der Schlafplatz
Für den Schlafplatz in den ersten Monaten gibt es Empfehlungen, die Ihnen auch Hebamme und Kinderarztpraxis erklären: Viele raten zu einem eigenen Bett für das Baby im Schlafzimmer der Eltern, zur Rückenlage beim Schlafen und zu einer festen, flachen Matratze. Statt Decke, Kissen und großer Kuscheltiere wird oft ein Schlafsack in passender Größe empfohlen. Das Zimmer sollte nicht überheizt und rauchfrei sein.
Lassen Sie sich von Ihrer Hebamme zeigen, wie Sie Ihr Baby hinlegen und zudecken, und fragen Sie nach, wenn Sie unsicher sind. Was für Ihr Kind passt, besprechen Sie am besten bei den ersten Terminen.
Termine und Unterlagen
In den ersten Wochen kommen einige Termine zusammen. Die Hebamme besucht Sie zu Hause und begleitet das Wochenbett. Die Untersuchungen für Ihr Kind, die sogenannten U-Untersuchungen, finden in der Kinderarztpraxis statt; wann sie anstehen, steht im gelben Kinderuntersuchungsheft. Vereinbaren Sie die Termine früh, weil viele Praxen ausgebucht sind.
Daneben gibt es Formalitäten, etwa die Geburtsurkunde beim Standesamt, die Anmeldung bei der Krankenversicherung und Anträge wie Elterngeld. Welche Unterlagen Sie wann brauchen, erfahren Sie bei Standesamt, Krankenkasse und Elterngeldstelle. Legen Sie eine Mappe an, in der alle Papiere und das Untersuchungsheft zusammen liegen.
Die ersten Wochen
Was wann ansteht
- Vor der Geburt VorbereitenWickelplatz einrichten, Kleidung waschen, Hebamme suchen
- Die ersten Tage AnkommenHebamme kommt nach Hause, Geburtsurkunde beantragen
- Im Wochenbett Rhythmus findenRuhe, Hilfe annehmen, Besuche begrenzen
- Nach Plan U-UntersuchungenTermine laut gelbem Heft früh in der Kinderarztpraxis vereinbaren
Hilfe annehmen und Pausen machen
Die ersten Wochen sind anstrengend, auch wenn alles gut läuft. Nehmen Sie Hilfe an, wenn Familie oder Freunde sie anbieten: Einkaufen, Kochen oder Wäsche abnehmen ist oft hilfreicher als Besuch. Begrenzen Sie Besuche auf das, was Ihnen guttut, und schlafen Sie, wenn Ihr Baby schläft.
Fühlen Sie sich über längere Zeit erschöpft, niedergeschlagen oder überfordert, sprechen Sie mit Ihrer Hebamme, Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Auch die Frühen Hilfen in vielen Städten und Gemeinden unterstützen junge Familien, kostenfrei und vertraulich.
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