Magazin · Kinder
Kinderbad einrichten: Matte, Tritt und Aufsicht
Wie Sie das Bad für kleine Kinder einrichten: Halt auf nassem Boden, Wassertemperatur, ein passender Tritt am Waschbecken, Reiniger außer Reichweite und warm einpacken nach dem Baden.

Warum das Bad für Kinder besonders ist
Im Badezimmer kommt vieles zusammen, was für kleine Kinder spannend ist: Wasser, Schaum, glänzende Flaschen und Schränke voller Dinge. Gleichzeitig ist es ein Raum mit nassen Böden, heißem Wasser, Strom und Reinigern. Kinder bewegen sich schnell, klettern gern und können Gefahren noch nicht einschätzen.
Ein kindgerechtes Bad muss nicht neu gebaut werden. Meist genügen ein paar Handgriffe und feste Gewohnheiten: Halt auf dem Boden, ein passender Tritt am Waschbecken, Reiniger außer Reichweite und vor allem eine Regel, die immer gilt. Dieser Ratgeber geht das Bad Bereich für Bereich durch, vom Boden bis zum Handtuch nach dem Baden.
Die wichtigste Regel: nie allein in der Wanne
Lassen Sie Babys und Kleinkinder in der Badewanne keinen Moment ohne Aufsicht, auch nicht für einen kurzen Griff zum Handtuch oder zum Telefon. Schon wenig Wasser kann gefährlich werden, und kleine Kinder können sich nicht bemerkbar machen, wenn sie ins Rutschen kommen.
Legen Sie deshalb alles bereit, bevor das Bad beginnt: Handtuch, frische Windel oder Unterwäsche, Kleidung, Waschlappen und Pflegeprodukte. Klingelt es an der Tür oder ruft jemand an, nehmen Sie Ihr Kind in ein Handtuch gewickelt mit. Badesitze und Baderinge ersetzen die Aufsicht nicht. Auch ältere Geschwister sind keine Aufsicht für ein Kleinkind in der Wanne.
Zum Abhaken
Der Kinderbad-Check
Boden
- Matte vor Wanne und Dusche liegt flach
- Unterlage auf glatten Fliesen
- Pfützen gleich aufwischen
Wanne und Wasser
- Nie ohne Aufsicht in der Wanne
- Temperatur mit Ellenbogen oder Thermometer prüfen
- Rutschhemmende Wanneneinlage
Schränke
- Reiniger hoch oder verschlossen
- Medikamente und Scheren außer Reichweite
- Toilettendeckel geschlossen
Strom und Wärme
- Föhn und Glätteisen weggeräumt
- Steckdosenschutz in Kinderhöhe
- Kein Heizlüfter im Kinderbad
Halt auf nassem Boden
Nach dem Baden oder Duschen sind Fliesen schnell nass und glatt. Kinder laufen oft barfuß und schnell aus der Wanne, und kleine Pfützen sind kaum zu sehen. Eine Matte vor Dusche und Wanne nimmt Wasser von den Füßen auf und gibt dem Fuß beim Aussteigen mehr Halt.
Wichtig ist, dass die Matte flach liegt und nicht verrutscht. Legen Sie auf glatten Fliesen eine Unterlage darunter, die das Verrutschen verhindern soll, und prüfen Sie ab und zu, ob die Ränder noch flach aufliegen. Wischen Sie Pfützen gleich auf, bevor Ihr Kind aus der Wanne steigt, und lassen Sie es nicht über nasse Fliesen rennen.
Welche Matte vor die Wanne?
Vor Wanne und Dusche liegt meist ein Textilvorleger. Er ist weich und warm unter den Füßen, bleibt nach dem Baden aber oft lange feucht. Waschen Sie ihn deshalb regelmäßig und lassen Sie ihn zwischendurch ausgebreitet trocknen, statt ihn zusammengeschoben liegen zu lassen. Achten Sie beim Kauf auf eine Unterseite, die auf Fliesen nicht wandert, oder legen Sie eine passende Unterlage darunter.
Daneben gibt es feste Matten, etwa unsere Badematte aus Kieselgur. Sie nimmt die Nässe von den Füßen auf und gibt sie an die Raumluft ab, misst 60 × 39 cm und kommt mit einer Anti-Rutsch-Unterlage für glatte Fliesen; statt in die Waschmaschine kommt sie nur unter klares Wasser. Feste Matten sind hart und brauchen einen ebenen Boden, legen Sie die Unterlage deshalb immer darunter. Wählen Sie für das Kinderbad eine Matte, die flach liegt, keine hochstehenden Kanten hat und sich leicht sauber halten lässt. Prüfen Sie Matte und Unterlage regelmäßig und ersetzen Sie sie, wenn sich Ränder lösen oder die Unterseite nicht mehr hält.
Vor der Wanne
Textilvorleger oder feste Matte?
-
Textilvorleger
- Ja: Weich und warm unter den Füßen
- Nein: Bleibt nach dem Baden oft lange feucht
- Nein: Muss regelmäßig gewaschen werden
-
Feste Matte
- Ja: Nimmt Nässe auf, gibt sie an die Luft ab
- Ja: Abspülen statt waschen
- Nein: Hart, nicht weich
- Nein: Braucht ebenen Boden und Unterlage
Wer es weich mag, nimmt Stoff und wäscht ihn regelmäßig. Flach liegen und nicht verrutschen müssen beide.
In der Wanne: Halt und Wassertemperatur
Auch der Wannenboden wird mit Badezusätzen schnell glatt. Eine rutschhemmende Wanneneinlage mit Saugnäpfen gibt Kindern beim Sitzen und Aufstehen mehr Halt. Ziehen Sie sie nach dem Baden ab, spülen Sie sie aus und lassen Sie sie trocknen.
Prüfen Sie die Wassertemperatur immer, bevor Ihr Kind in die Wanne steigt, mit dem Ellenbogen oder einem Badethermometer, nicht mit der Hand, die Wärme anders empfindet. Das Wasser sollte sich körperwarm anfühlen. Viele Eltern lassen zuerst kaltes und dann warmes Wasser einlaufen und mischen gut durch. Ein Thermostat an der Armatur hilft, die Temperatur gleichmäßig zu halten. Drehen Sie den Hahn so, dass Ihr Kind ihn nicht selbst aufdrehen kann.
Der Tritt am Waschbecken
Sobald Kinder selbst Hände waschen und Zähne putzen möchten, brauchen sie am Waschbecken etwas mehr Höhe. Dafür gibt es Tritthocker, die zum Draufstellen gebaut sind: mit breiter Standfläche, rutschhemmenden Füßen und einer griffigen Trittfläche. Achten Sie darauf, dass der Tritt fest auf dem Boden steht und nicht kippelt, wenn Ihr Kind sich darauf bewegt.
Nehmen Sie dafür keine Kisten, Eimer oder Spielzeug. Auch Sitzhocker mit Stauraum, wie es sie fürs Kinderzimmer gibt, sind zum Sitzen gedacht, nicht zum Draufstellen. Stellen Sie den Tritt nicht auf eine nasse Fläche oder eine lose Matte, und bleiben Sie bei kleinen Kindern in der Nähe, solange sie darauf stehen.
Schränke, Reiniger und Medikamente
Im Bad stehen viele Dinge, die Kinder nicht in die Hände bekommen sollten. Gehen Sie die Schränke und Ablagen einmal aus Kinderhöhe durch:
- Bewahren Sie Reiniger, Entkalker und WC-Mittel hoch oder in einem abschließbaren Schrank auf, immer in der Originalverpackung.
- Medikamente, Nagelscheren, Rasierer und Pinzetten gehören ebenfalls außer Reichweite.
- Kosmetik und Duftöle sehen für Kinder oft aus wie Getränke; stellen Sie sie weg.
- Schließen Sie den Toilettendeckel, und denken Sie über eine Deckelsperre nach, solange Ihr Kind klein ist.
Für Unterschränke gibt es Schranksperren, die Kinder nicht öffnen können. Bringen Sie sie an, bevor Ihr Kind zu krabbeln beginnt.
Strom und Wärme
Elektrogeräte und Wasser vertragen sich nicht. Bewahren Sie Föhn, Glätteisen und elektrische Zahnbürste mit Ladegerät so auf, dass Kinder sie nicht erreichen und sie nicht in die Nähe von Wanne oder Waschbecken gelangen können. Ziehen Sie den Stecker nach dem Benutzen. Steckdosen in Kinderhöhe lassen sich mit einem Steckdosenschutz versehen.
Auch Wärme kann zum Problem werden: Ein Heizlüfter gehört nicht ins Kinderbad, und Heizkörper oder Handtuchheizkörper können heiß werden. Prüfen Sie mit der Hand, wie warm sie sind, bevor Ihr Kind daneben spielt, und drehen Sie sie bei Bedarf herunter.
Nach dem Baden: schnell warm
Kleine Kinder kühlen nach dem Baden schnell aus. Wickeln Sie Ihr Kind deshalb gleich in ein großes Handtuch, im warmen Raum. Praktisch ist ein Kapuzenhandtuch: Die Kapuze hält Kopf und Haare warm, während Sie den Körper abtrocknen, und Sie haben die Hände frei.
Die Kapuzenhandtücher von HomeKidsWorld messen 100 × 100 cm. Ein Neugeborenes lässt sich ganz darin einpacken, und laut Beschreibung reicht das Format auch für Kleinkinder und Kinder. Es gibt sie in Grün, Blau, Beige und Rosa. Tupfen Sie Ihr Kind trocken und denken Sie an die Hautfalten. Lassen Sie das Handtuch danach ausgebreitet trocknen und halten Sie am besten ein zweites bereit.
Auf einen Blick
Das Kapuzenhandtuch in Zahlen
- 100 × 100 cmKapuzenhandtuchgroß genug zum Einwickeln, laut Beschreibung auch für Kinder
- 4FarbenGrün, Blau, Beige und Rosa
Ordnung im Kinderbad
Badespielzeug macht das Baden für viele Kinder erst richtig schön. Drücken Sie Spielzeug mit Löchern nach dem Baden aus und lassen Sie alles in einem Netz oder Korb trocknen, damit es innen nicht feucht bleibt. Spielzeug, das sich nicht mehr richtig trocknen lässt, sortieren Sie aus.
Ein Haken in Kinderhöhe für das eigene Handtuch, ein fester Platz für Zahnbürste und Becher und eine Ablage für die Badesachen helfen Kindern, sich im Bad zurechtzufinden. Räumen Sie den Boden nach dem Baden frei, damit niemand über Spielzeug oder Kleidung stolpert.
Wenn Kinder selbstständiger werden
Mit der Zeit möchten Kinder vieles allein machen: Hände waschen, Zähne putzen, später allein baden oder duschen. Erklären Sie die Regeln des Bades in einfachen Worten und wiederholen Sie sie: erst die Temperatur prüfen, nicht auf nassem Boden rennen, Reiniger nicht anfassen, den Tritt nur zum Stehen nutzen.
Wann Ihr Kind etwas allein darf, hängt von seinem Alter und seiner Entwicklung ab. Bleiben Sie anfangs in der Nähe und geben Sie Verantwortung Schritt für Schritt ab. Gehen Sie das Bad außerdem ab und zu neu aus Kinderhöhe durch, denn was gestern noch außer Reichweite war, erreicht Ihr Kind morgen vielleicht schon.
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