Magazin · Haus & Garten
Wohnwagen, Gartenhaus, Garage: Feuchtigkeit im Winterlager
Wie Sie Wohnwagen, Gartenhaus und Garage für den Winter vorbereiten, warum dort Feuchtigkeit entsteht, wie Sie lüften und kontrollieren und wo ein Luftentfeuchter ohne Strom passt.

Unbeheizt durch den Winter
Wohnwagen und Wohnmobil stehen im Winter oft monatelang still, das Gartenhaus ist verschlossen, und in der Garage parkt das Auto neben Fahrrädern und Gartenmöbeln. Diese Räume werden nicht beheizt und selten gelüftet. Genau dort sammelt sich gern Feuchtigkeit: Polster werden klamm, Werkzeug setzt Rost an, und im Frühjahr riecht es muffig.
Mit etwas Vorbereitung lässt sich vieles davon vermeiden. Dieser Ratgeber zeigt, warum unbeheizte Räume feucht werden, wie Sie Wohnwagen, Gartenhaus und Garage einwintern, wie Sie über den Winter lüften und nachsehen und wo ein Luftentfeuchter ohne Strom als Ergänzung passt.
Warum es im Winterlager feucht wird
Luft enthält immer etwas Wasserdampf, und warme Luft kann mehr davon tragen als kalte. Kühlt sie an einer kalten Wand, einem Fenster oder einem Blechdach ab, wird aus dem Dampf Kondenswasser. In unbeheizten Räumen passiert das im Winter besonders oft, vor allem wenn auf kalte Nächte mildere Tage folgen.
Dazu kommt Feuchtigkeit, die Sie selbst mitbringen: nasse Gartenmöbel, ein Auto voller Schnee, feuchte Fahrradkleidung oder Wäsche, die noch nicht ganz trocken war. Undichte Dächer, Fugen und Türen lassen Regen und Schmelzwasser herein. Je weniger sich die Luft bewegt, desto länger bleibt die Feuchtigkeit im Raum.
Wohnwagen und Wohnmobil vorbereiten
Bevor das Fahrzeug in die Winterpause geht, räumen Sie es gründlich aus. Lebensmittel, Getränke und alles, was verderben oder gefrieren kann, kommen heraus. Reinigen Sie Kühlschrank, Spüle und Ablagen und lassen Sie die Kühlschranktür einen Spalt offen.
Wasseranlage, Gasanlage und Batterie bereiten Sie so vor, wie es die Anleitung Ihres Fahrzeugs beschreibt. Bei vielen Fahrzeugen gehört dazu, Frischwasser und Abwasser abzulassen, damit Frost nichts beschädigt.
Öffnen Sie Schränke, Staufächer und Schubladen, damit Luft zirkulieren kann. Stellen Sie Polster hoch und nehmen Sie Bettzeug mit nach Hause. Prüfen Sie Dachluken, Fenster und Dichtungen auf Risse, denn dort dringt im Winter am ehesten Wasser ein.
Zum Abhaken
Wohnwagen einwintern: die Checkliste
Ausräumen
- Lebensmittel und Getränke heraus
- Kühlschrank reinigen, Tür einen Spalt offen
- Bettzeug mit nach Hause nehmen
Technik
- Wasser ablassen laut Fahrzeuganleitung
- Gas und Batterie laut Fahrzeuganleitung
Luft
- Schränke und Staufächer öffnen
- Polster hochstellen
- Dachluken, Fenster und Dichtungen prüfen
Entfeuchten
- Luftentfeuchter ohne Strom aufstellen
- Außer Reichweite von Kindern und Haustieren
- Ersatzbeutel bereithalten
Polster, Matratzen und Textilien
Textilien nehmen Feuchtigkeit aus der Luft auf und geben sie nur langsam wieder ab. Polster, Matratzen, Vorhänge und Teppiche in Wohnwagen und Gartenhaus haben es im Winter deshalb besonders schwer.
Was sich mitnehmen lässt, lagern Sie über den Winter in der Wohnung: Bettzeug, Schlafsäcke, Handtücher, Kissen und Sitzauflagen. Polster und Matratzen, die im Fahrzeug bleiben, stellen Sie hochkant oder lehnen sie schräg an, damit Luft an alle Seiten kommt. Legen Sie nichts direkt auf kalte Böden oder an Außenwände.
Verpacken Sie Textilien nicht luftdicht in Plastiktüten, solange sie nicht ganz trocken sind. Luftdurchlässige Hüllen oder Kisten mit Luftlöchern eignen sich besser.
Lüften im Winterlager
Auch ein unbeheizter Raum braucht Luftaustausch. Lüften Sie an klaren, trockenen Tagen, oft am besten um die Mittagszeit. An milden, nebligen oder regnerischen Tagen bringt das Öffnen dagegen eher zusätzliche Feuchtigkeit herein.
Viele Wohnwagen und Gartenhäuser haben Lüftungsöffnungen. Halten Sie diese frei und decken Sie sie auch mit einer Plane nicht ab. In Garage und Keller hilft es, Türen bei passendem Wetter für eine Weile ganz zu öffnen, statt sie dauerhaft einen Spalt offen zu lassen.
Ein Hygrometer zeigt Ihnen, wie feucht die Luft im Raum ist. Es hilft bei der Entscheidung, ob sich das Lüften gerade lohnt.
Gartenhaus: Holz, Werkzeug, Auflagen
Im Gartenhaus lagern im Winter Werkzeug, Gartengeräte, Auflagen und oft auch Saatgut oder Blumenerde. Reinigen Sie Spaten, Scheren und Rasenmäher vor dem Einlagern von Erde und Pflanzenresten und lassen Sie alles trocknen. Blanke Metallteile ölen Sie dünn ein. Werkzeug hängt besser an der Wand als auf dem Boden.
Sitzauflagen, Kissen und Bezüge nehmen Sie am besten mit ins Haus. Bleiben sie im Gartenhaus, lagern Sie sie trocken in einer Kiste mit Luftlöchern und nicht direkt auf dem Boden.
Prüfen Sie Dach, Dachpappe und Regenrinne vor dem Winter, denn ein kleines Leck lässt über Monate viel Wasser herein. Holzwände brauchen Abstand zu Erde und Laub, damit sie abtrocknen können.

Garage und Keller
In der Garage bringt das Auto im Winter oft Schnee und Nässe mit. Lassen Sie es bei trockenem Wetter mit offenem Tor abtrocknen und kehren Sie Schneematsch und Pfützen weg. Fahrräder, Gartenmöbel und Kartons stellen Sie nicht direkt an die kalte Außenwand.
Im Keller lagern häufig Vorräte, Kleidung und Unterlagen. Bewahren Sie Empfindliches in geschlossenen Kisten auf Regalen auf, nicht auf dem Boden, und lassen Sie Abstand zur Wand. Pappkartons nehmen Feuchtigkeit auf, Kunststoffkisten mit Deckel sind dort praktischer.
Sehen Sie in Ecken hinter Regalen und Schränken regelmäßig nach, denn dort bewegt sich die Luft kaum.
Luftentfeuchter ohne Strom: wann sie passen
Wo keine Steckdose ist oder kein Gerät laufen soll, kann ein Luftentfeuchter ohne Strom das Lüften ergänzen. Bei den Geräten von HomeLuxWorld bindet laut Produktbeschreibung ein Granulat Feuchtigkeit aus der umgebenden Luft. Ein Beutel mit 680 g reicht laut Beschreibung je nach Raumklima bis zu 3 Monate. Dafür braucht das Gerät weder Steckdose noch Strom, und es arbeitet ohne Geräusch.
Gedacht sind die Geräte für kleinere Räume. Als Einsatzorte nennt die Beschreibung unter anderem Wohnwagen, Abstellraum und Keller, beim Nachfüllpack auch Garage und Wohnmobil. Für große, sehr feuchte Räume genügt ein Gerät ohne Strom laut Beschreibung nicht.
Ein solches Gerät nimmt nur einen Teil der Feuchtigkeit auf. Es ersetzt weder das Ausräumen noch das Lüften. Es gibt die Luftentfeuchter in Dunkelgrau und Hellgrau mit je einem Beutel, dazu ein Nachfüllpack mit vier Beuteln.
Auf einen Blick
Luftentfeuchter ohne Strom in Zahlen
- 680 gGranulat je Beutelein Beutel liegt jedem Gerät bei
- bis 3 Monateje Beutelje nach Raumklima, laut Produktbeschreibung
- 4 × 680 gNachfüllpackvier Beutel für die nächsten Wechsel, ohne Gerät
- 2FarbenDunkelgrau und Hellgrau, sonst gleich
Granulat kontrollieren und wechseln
Wie schnell ein Beutel verbraucht ist, hängt vom Raum und von der Luftfeuchte ab. In einem feuchten Wohnwagen geht es schneller als in einer trockenen Garage. Sehen Sie deshalb gerade in den ersten Wochen öfter nach. Dann wissen Sie bald, wie lange ein Beutel bei Ihnen hält.
Wie Sie den Beutel einsetzen und wechseln, beschreibt die Verpackung. Dort stehen auch die Hinweise zur Entsorgung verbrauchter Beutel. Platzieren Sie das Gerät außer Reichweite von Kindern und Haustieren, etwa auf einem Regal. Die Luft im Raum muss es frei erreichen können, ein geschlossener Schrank ist kein guter Platz.
Ob und wie das Granulat bei Frost arbeitet, nennt die Produktbeschreibung nicht. Sehen Sie deshalb nach frostigen Nächten nach dem Gerät. Ersatzbeutel bleiben bis zum Einsatz verschlossen in ihrer Packung.
Regelmäßig nachsehen über den Winter
Ein Winterlager schließen Sie nicht im Herbst ab, um es erst im Frühjahr wieder zu öffnen. Planen Sie feste Kontrollgänge ein: kurz nach dem Einwintern, mitten im Winter, nach längerem Frost oder Tauwetter und vor dem Saisonstart.
Achten Sie dabei auf beschlagene Scheiben, feuchte Stellen an Wänden und Decken, Tropfen an kalten Metallteilen, einen muffigen Geruch und klamme Polster. Prüfen Sie, ob ein Beutel gewechselt werden muss, und lüften Sie bei trockenem Wetter durch. Nach Sturm oder Schnee sehen Sie sich Dach, Abdeckplane und Dichtungen an.
Ein kleines Heft, in dem Sie Datum und Beobachtungen festhalten, zeigt mit der Zeit, wo es Schwachstellen gibt.
Über den Winter
Kontrollgänge durch den Winter
- Beim Einwintern Ausräumen und vorbereitenausräumen, reinigen, Polster hochstellen, Luftentfeuchter aufstellen
- Mitten im Winter Erster KontrollgangScheiben, Wände, Polster und Granulat prüfen, bei trockenem Wetter lüften
- Nach Tauwetter Dach und DichtungenDach, Plane, Fenster und Dichtungen ansehen, Pfützen entfernen
- Im Frühjahr Auslüften und prüfengründlich lüften, Polster und Textilien prüfen, verbrauchte Beutel nach Verpackung entsorgen
Wenn es trotzdem nass wird
Sehen Sie Wasser auf dem Boden, nasse Stellen an der Decke oder feuchte Wände, die nicht abtrocknen, steckt meist eine Ursache dahinter: ein undichtes Dach, eine defekte Dichtung, eine Leitung oder Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk. Dagegen kommt ein Luftentfeuchter ohne Strom nicht an. Die Ursache gehört in fachkundige Hände.
Beim Wohnwagen oder Wohnmobil ist eine Fachwerkstatt die richtige Adresse, auch um zu prüfen, ob Feuchtigkeit in Wände oder Boden eingedrungen ist. Bei gemieteten Räumen informieren Sie die Vermieterin oder den Vermieter. Beim eigenen Gartenhaus oder Keller hilft ein Fachbetrieb weiter.
Sichtbaren Schimmel lassen Sie fachkundig beurteilen, bevor Sie etwas entfernen, denn ein Luftentfeuchter ohne Strom beseitigt weder ihn noch seine Ursache. Nasse Polster und Textilien trocknen Sie zuerst gründlich, bevor sie zurück ins Winterlager kommen.
Produkte zum Thema
- Luftentfeuchter ohne Strom Dunkelgrau inkl. 680 g Nachfüllpack 4,44,4 von 5 Sternen, 9 Bewertungen4.4
Angebot€13,90 - Luftentfeuchter Nachfüllpack 4x 680 g Granulat
Angebot€13,90 (€5,11/kg)








