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Komposter im Garten: was hineingehört und was nicht
Was auf den Kompost gehört und was nicht, wie Sie feucht und trocken mischen, den Standort wählen, fertigen Kompost erkennen und im Garten verwenden.

Aus Gartenabfall wird Erde
Laub im Herbst, Rasenschnitt im Sommer, Pflanzenreste nach jedem Beetputz und dazu die Schalen aus der Küche: In Garten und Haushalt fällt das ganze Jahr organisches Material an. Auf dem Kompost wird daraus nach und nach Humus, eine dunkle, krümelige Erde, die Sie in Beeten, unter Sträuchern oder im Hochbeet verwenden.
Die Arbeit erledigen dabei Regenwürmer, Asseln und unzählige Kleinstlebewesen. Damit sie gut arbeiten können, brauchen sie Luft, Feuchtigkeit und die richtige Mischung. Entscheidend ist vor allem, was Sie auf den Kompost geben und was besser nicht. Dieser Ratgeber zeigt beides, erklärt Standort, Pflege und Verwendung und was auf dem Balkon möglich ist.
Was auf den Kompost gehört
Grundsätzlich eignet sich alles, was aus Pflanzen stammt und unbehandelt ist. Dazu gehören:
- Rasenschnitt, Laub, verblühte Blumen und abgeschnittene Stauden,
- klein geschnittene Zweige, Heckenschnitt und Stroh,
- rohe Gemüse- und Obstreste, etwa Schalen, Strünke und Kerngehäuse,
- Kaffeesatz samt Papierfilter und lose Teereste,
- zerdrückte Eierschalen,
- Erde aus alten Blumentöpfen und Reste von Pflanzerde.
Je kleiner das Material ist, desto schneller wird es zersetzt. Zerkleinern Sie grobe Stängel und Zweige deshalb mit der Gartenschere oder einem Häcksler, bevor sie auf den Kompost kommen.
Was nicht hineingehört
Manches lockt Tiere an, manches stört die Zersetzung, und manches bringt Stoffe in die Erde, die Sie später nicht im Beet haben möchten:
- Gekochte Essensreste, Fleisch, Fisch, Knochen und Milchprodukte locken Ratten und andere Tiere an und gehören nicht in einen offenen Komposter.
- Kranke Pflanzenteile und Unkraut mit reifen Samen geben Sie besser in die Biotonne, damit sie sich nicht mit dem Kompost im Garten verteilen.
- Katzenstreu sowie Hunde- und Katzenkot gehören in den Restmüll.
- Asche von Kohle und Grillbriketts, Zigarettenreste, Staubsaugerbeutel und lackiertes oder behandeltes Holz haben auf dem Kompost nichts zu suchen.
- Bedrucktes Hochglanzpapier und Kunststoff, auch Beutel, die als kompostierbar bezeichnet werden, zersetzen sich im Gartenkompost oft nur langsam.
Im Zweifel hilft die Abfallberatung Ihrer Stadt oder Gemeinde weiter. Sie weiß auch, was dort in die Biotonne darf.
Auf einen Blick
Hinein oder lieber nicht?
-
Gehört hinein
- Ja: Rasenschnitt, Laub, Stauden
- Ja: Klein geschnittene Zweige
- Ja: Rohe Gemüse- und Obstreste
- Ja: Kaffeesatz mit Papierfilter
- Ja: Zerdrückte Eierschalen
-
Lieber nicht
- Nein: Gekochte Essensreste, Fleisch, Fisch
- Nein: Kranke Pflanzenteile
- Nein: Unkraut mit reifen Samen
- Nein: Katzenstreu und Tierkot
- Nein: Kohleasche, behandeltes Holz
-
Gut zerkleinern
- Grobe Stängel und Strünke
- Heckenschnitt und Zweige
- Große Mengen Laub
Was aus Pflanzen stammt und unbehandelt ist, darf auf den Kompost; Gekochtes und Tierisches nicht.
Die richtige Mischung: feucht und trocken
Ein Kompost gelingt am besten, wenn sich weiches, feuchtes Material und trockenes, grobes Material abwechseln. Rasenschnitt und Küchenabfälle sind feucht und fallen schnell zusammen. Laub, Stroh und klein geschnittene Zweige sind trocken und halten den Haufen locker, sodass Luft hineinkommt.
Geben Sie deshalb nie große Mengen derselben Sorte auf einmal hinein. Rasenschnitt verteilen Sie besser in dünnen Lagen und mischen ihn mit Laub oder Zweigen. Für die Feuchtigkeit gibt es eine einfache Probe: Das Material sollte sich anfühlen wie ein ausgedrückter Schwamm, feucht, aber nicht nass. Ist es zu trocken, gießen Sie es an. Ist es zu nass, mischen Sie trockenes Material unter.
Der richtige Standort
Ein halbschattiger Platz auf offenem Erdboden ist für einen Komposter günstig. Im Halbschatten trocknet das Material nicht so schnell aus wie in der prallen Sonne, und auf offenem Boden können Regenwürmer und andere Bodenlebewesen von unten einwandern. Stellen Sie den Komposter nicht auf Pflaster oder Beton.
Denken Sie auch an die Wege: Der Kompost sollte von der Küche und von den Beeten aus gut zu erreichen sein, damit Sie ihn bei jedem Wetter befüllen. Halten Sie ausreichend Abstand zum Nachbargrundstück. Welche Regeln dafür gelten, kann je nach Bundesland und Gemeinde verschieden sein; im Zweifel fragen Sie bei Ihrer Gemeinde nach.
Der Gitterkomposter aus Metall
Für Gärten, in denen viel Grünschnitt anfällt, eignet sich ein großer, offener Komposter. Der Gartenkomposter von HomeLuxWorld fasst 750 Liter auf einer Grundfläche von 100 × 100 cm bei 75 cm Höhe. Die offene Gitterstruktur aus verzinktem Metall lässt Luft von allen Seiten an das Material, und das Stecksystem macht den Aufbau unkompliziert.
Weil sich der Komposter öffnen und wieder schließen lässt, kommen Sie zum Befüllen, Umsetzen und Entnehmen gut an den Inhalt. Die verzinkte Konstruktion ist wetterbeständig und kann das ganze Jahr im Garten stehen. Es gibt ihn in Grün, Schwarz und Silber; Größe und Bauweise sind bei allen gleich. Für kleine Balkone ist er mit dieser Grundfläche nicht gedacht.

Der Komposter in Zahlen
Viel Platz für Grünschnitt
- 750 lFassungsvermögen
- 100 × 100 cmGrundflächebraucht einen festen Platz im Garten
- 75 cmHöhezum Öffnen und Schließen gebaut
- 3FarbenGrün, Schwarz und Silber
Befüllen und umsetzen
Beginnen Sie mit einer Lage aus grobem Material wie klein geschnittenen Zweigen. Sie sorgt dafür, dass unten Luft zirkuliert und Wasser abfließen kann. Darauf geben Sie nach und nach Ihre Garten- und Küchenabfälle, immer gut gemischt aus feucht und trocken.
Wenn Sie den Inhalt von Zeit zu Zeit umsetzen, also mit der Grabegabel auflockern und umschichten, kommt frische Luft hinein, und die Zersetzung verläuft gleichmäßiger. Was außen noch kaum verändert ist, kommt dabei nach innen. Viele Gärtnerinnen und Gärtner setzen den Kompost im Frühjahr um und nehmen dabei gleich die fertige Erde vom Boden heraus.
Wann ist der Kompost fertig?
Wie lange es dauert, bis aus Abfall Erde wird, hängt von Material, Feuchtigkeit, Wärme und Pflege ab. Rechnen Sie mit mehreren Monaten. Reifer Kompost ist an diesen Zeichen zu erkennen:
- Er ist dunkelbraun bis schwarz und krümelig.
- Er riecht angenehm nach Waldboden, nicht faulig.
- Die Ausgangsmaterialien sind kaum noch zu erkennen, nur gröbere Zweige.
Sieben Sie den fertigen Kompost vor dem Ausbringen durch ein grobes Gitter. Was nicht hindurchgeht, kommt zurück in den Komposter und dient dort als Starthilfe für die nächste Runde.
Kompost im Garten verwenden
Reifer Kompost verbessert die Struktur des Bodens und bringt Nährstoffe ins Beet. Arbeiten Sie ihn im Frühjahr oberflächlich in die Gemüse- und Blumenbeete ein oder verteilen Sie ihn als dünne Schicht unter Sträuchern und Hecken. Im Hochbeet kommt er in die obere Schicht, gemischt mit Erde.
Für Topfpflanzen und Aussaat mischen Sie Kompost mit Erde, statt ihn pur zu verwenden. Wie viel Ihre Pflanzen vertragen, ist unterschiedlich: Gemüse wie Kürbis und Tomaten nehmen gern mehr, Kräuter und Blumen der Wiese brauchen eher wenig.
Durchs Jahr
Das Kompostjahr
- Frühjahr Umsetzen und erntenKompost auflockern, reife Erde sieben und in die Beete bringen
- Sommer Rasenschnitt dünn verteilenmit Laub oder Zweigen mischen, bei Trockenheit angießen
- Herbst Laub sammelntrockenes Laub als Vorrat zum Mischen zurücklegen
- Winter Ruhe lassenKüchenreste weiter einfüllen und mit Laub abdecken
Wenn es riecht oder nichts passiert
Ein Kompost, der gut arbeitet, riecht kaum. Treten Probleme auf, liegt es fast immer an Feuchtigkeit, Luft oder Mischung:
- Riecht es faulig, ist das Material meist zu nass und zu dicht. Mischen Sie Laub, Stroh oder Zweige unter und setzen Sie den Kompost um.
- Tut sich nichts, ist er oft zu trocken. Gießen Sie das Material an, am besten mit Regenwasser.
- Fliegen lassen sich vermeiden, wenn Sie frische Küchenabfälle gleich mit etwas Laub oder Erde abdecken.
- Kommen Ratten oder Mäuse, liegen meist Speisereste im Kompost. Entfernen Sie sie und geben Sie künftig nur Rohes hinein.
Kompost auf dem Balkon
Ein großer Gitterkomposter passt nicht auf den Balkon. Wer trotzdem Küchenabfälle verwerten möchte, findet im Handel kleinere Lösungen, zum Beispiel Wurmkisten, in denen Kompostwürmer Gemüsereste zu Erde verarbeiten, oder dicht schließende Eimer, in denen Küchenabfälle fermentiert werden. Beide brauchen etwas Einarbeitung und eignen sich für kleine Mengen.
Prüfen Sie vorher, was Ihr Mietvertrag oder die Hausordnung erlaubt, und stellen Sie Gefäße so auf, dass sie die Nachbarn nicht stören. Was auf dem Balkon nicht verwertet werden kann, gehört in die Biotonne. Wer einen Garten in der Nähe hat oder ein Beet im Gemeinschaftsgarten nutzt, kann dort oft auch einen gemeinsamen Komposter anlegen.
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