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Selbst anziehen im Winter: Jacke, Mütze und Stiefel ohne Eile

Wie Kinder im Winter Schritt für Schritt selbst in Jacke, Mütze, Matschhose und Stiefel kommen: mit festem Anziehplatz, Sitzhocker, bereitgelegter Kleidung und genug Zeit am Morgen.

Stand: 7 Min. Lesezeitjoyous Redaktion

Selbst anziehen im Winter: Jacke, Mütze und Stiefel ohne Eile

Wintermorgen: viele Schichten, wenig Zeit

Im Sommer sind Schuhe und Jacke schnell angezogen. Im Winter kommen Strumpfhose, Pullover, Matschhose, Stiefel, Jacke, Mütze, Schal und Handschuhe dazu, und der Bus oder die Kita wartet nicht. Viele Eltern ziehen ihr Kind dann lieber schnell selbst an. Dabei möchten Kinder es oft selbst können, und mit etwas Übung gelingt es ihnen auch.

Dieser Ratgeber zeigt, wie Ihr Kind Schritt für Schritt selbstständiger wird: mit einem festen Anziehplatz und einem Sitz im Flur, einer klaren Reihenfolge, am Abend bereitgelegter Kleidung und kleinen Kniffen für Jacke, Handschuhe und Stiefel. Zum Schluss geht es um nasse Sachen nach dem Heimkommen und darum, wie Lob und Zeit helfen.

Was Kinder beim Anziehen schon selbst schaffen

Was ein Kind allein schafft, ist sehr verschieden und hängt weniger vom Alter ab als von Übung, Geduld und Fingerfertigkeit. Grob lässt sich sagen: Jüngere Kinder setzen gern die Mütze auf und helfen bei den Stiefeln. Kindergartenkinder schaffen nach und nach Jacke und Matschhose. Reißverschluss, Knöpfe und Fingerhandschuhe kommen oft erst bei Vorschulkindern dazu.

Vergleichen Sie Ihr Kind deshalb nicht mit anderen. Beobachten Sie, was es schon kann, und lassen Sie es genau das selbst machen. Den Rest übernehmen Sie, bis der nächste Schritt dran ist. Ein Kind, das die Mütze allein aufsetzt, hat am Morgen schon etwas geschafft.

Nach und nach

Was Kinder beim Anziehen selbst lernen

  • Jüngere KinderMütze aufsetzen, Arme in die Jacke strecken, bei den Stiefeln mithelfen
  • KindergartenkinderJacke mit Kniff, Matschhose mit etwas Hilfe, Fäustlinge
  • VorschulkinderReißverschluss schließen, Fingerhandschuhe, Knöpfe
  • In jedem Alterzeigen, Zeit lassen und loben, jedes Kind in seinem Tempo

Ein fester Anziehplatz im Flur

Kinder finden sich leichter zurecht, wenn alles an seinem Platz ist. Richten Sie im Flur eine Ecke zum Anziehen ein: Haken in Kinderhöhe für Jacke und Matschhose, eine Ablage oder Kiste für Mütze, Schal und Handschuhe und eine Schale oder Matte für nasse Stiefel. Ein Bild über jedem Haken zeigt, was dorthin gehört.

Wichtig ist auch ein Sitzplatz, damit niemand auf einem Bein balancieren muss. Lassen Sie rund um die Ecke etwas Platz, damit Ihr Kind sich bewegen kann, ohne dass Geschwister oder Eltern darüber stolpern. Gutes Licht hilft an dunklen Morgen, die richtigen Sachen zu finden.

Sitzen beim Anziehen: Hocker statt Boden

Auf dem Boden sitzend ist eine Matschhose schwer anzuziehen, und im Stehen kippen viele Kinder beim Stiefelanziehen um. Ein eigener Sitz in Kinderhöhe macht es leichter. Die Kinderhocker von HomeKidsWorld als Corgi und Lama verbinden laut Produktbeschreibung einen Sitzhocker mit gepolsterter Sitzfläche und eine Aufbewahrungsbox mit Deckel. Als Platz zum Anziehen nennt die Beschreibung sie ausdrücklich.

Der Hocker ist laut Beschreibung ein Sitzhocker. Als Tritt, zum Draufstellen an der Garderobe oder für draußen ist er nicht gedacht. Stellen Sie ihn deshalb an einen trockenen Platz im Flur, nicht direkt neben die Schale mit nassen Stiefeln. Schließen Sie den Deckel, bevor sich Ihr Kind setzt, und achten Sie dabei auf kleine Finger.

Kinderhocker im Corgi-Design mit abgenommenem Deckel, gefüllt mit Spielzeug
Ein eigener Sitz in Kinderhöhe erleichtert das Anziehen; der Hocker gehört an einen trockenen Platz, weg von nassen Stiefeln.

Die Reihenfolge: von innen nach außen

Im Winter hilft eine feste Reihenfolge, damit nichts doppelt angezogen oder wieder ausgezogen werden muss. Was zuerst kommt, liegt innen, was zuletzt kommt, liegt außen. Bewährt hat sich diese Folge: erst Pullover und Strumpfhose, dann die Matschhose, danach die Stiefel, dann die Jacke, darauf Mütze und Schal und ganz zum Schluss die Handschuhe.

Handschuhe kommen zuletzt, weil man mit ihnen keine Reißverschlüsse und Druckknöpfe greifen kann. Malen Sie die Reihenfolge mit Ihrem Kind als kleine Bildergeschichte und hängen Sie sie an den Anziehplatz. So kann es selbst nachsehen, was als Nächstes dran ist, und Sie müssen nicht jeden Schritt ansagen.

Schritt für Schritt

Anziehen von innen nach außen

  1. Pullover und Strumpfhosedie warme Schicht direkt am Körper
  2. Matschhoseim Sitzen anziehen, Träger über die Schultern
  3. Stiefelauf dem Hocker sitzend, Hosenbeine über den Schaft ziehen
  4. Jackemit dem Jackenkniff, Reißverschluss mit Hilfe
  5. Mütze, Schal, HandschuheHandschuhe zuletzt, damit die Finger bis dahin frei bleiben

Am Abend bereitlegen

Morgens ist die Zeit knapp, am Abend ist mehr Ruhe. Legen Sie die Kleidung für den nächsten Tag gemeinsam mit Ihrem Kind bereit, in der Reihenfolge, in der sie angezogen wird. Schauen Sie dabei auf das Wetter, damit Sie nicht morgens alles umpacken müssen.

Mütze, Schal und Handschuhe können trocken im Stauraum des Hockers warten. Sind die Stiefel vom Vortag noch feucht, stopfen Sie sie mit Zeitungspapier aus. Packen Sie auch die Wechselsachen für die Kita in die Tasche, etwa eine zweite Strumpfhose oder Socken. Was abends fertig ist, macht den Morgen ruhiger.

Checkliste

Am Abend bereitlegen

Kleidung

  • Sachen in der Anziehreihenfolge
  • passend zum Wetter des nächsten Tages

Am Anziehplatz

  • Mütze, Schal und Handschuhe trocken im Hocker
  • Stiefel trocken oder mit Papier ausgestopft

Für die Kita

  • Wechselsachen in der Tasche
  • zweites Paar Handschuhe

Die Jacke: Ärmel und Reißverschluss mit Kniff

Ein bekannter Kniff für die Jacke geht so: Ihr Kind legt die Jacke offen mit dem Futter nach oben vor sich auf den Boden, die Kapuze zeigt zu seinen Füßen. Dann steckt es beide Arme in die Ärmel und schwingt die Jacke über den Kopf nach hinten. Schon ist sie an, und viele Kinder haben großen Spaß daran.

Den Reißverschluss einzufädeln ist schwieriger. Helfen Sie anfangs beim Einfädeln und lassen Sie Ihr Kind den Schieber selbst hochziehen. Ein Band oder eine große Öse am Zipper lässt sich mit kleinen Fingern leichter greifen. Damit die Pulloverärmel beim Hineinschlüpfen nicht hochrutschen, hält Ihr Kind sie mit den Fingern in der Faust fest.

Mütze, Schal und Handschuhe

Eine Mütze, die man einfach über den Kopf zieht, ist für Kinder leichter als eine mit Bändern zum Binden. Statt eines langen Schals ist ein Schlauchschal praktisch: Er wird über den Kopf gezogen und hat keine losen Enden, die sich irgendwo verfangen könnten.

Fäustlinge sind leichter anzuziehen als Fingerhandschuhe. Steht der Name Ihres Kindes in beiden Handschuhen, findet sich ein verlorener in der Kita leichter wieder. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es zuerst den Daumen in das Daumenloch steckt und dann die übrigen Finger. Halten Sie ein zweites Paar bereit, falls das erste beim Spielen nass wird.

Matschhose und Stiefel

Die Matschhose zieht Ihr Kind am besten im Sitzen an: erst beide Beine hinein, dann aufstehen und die Träger über die Schultern ziehen. Hosen mit Steg unter dem Fuß kommen vor den Stiefeln, bei anderen ziehen Sie die Hosenbeine zum Schluss über den Stiefelschaft, damit kein Schnee hineinfällt.

Gummistiefel und Winterstiefel mit weitem Einstieg und einer Lasche zum Ziehen sind leichter allein anzuziehen als enge Modelle. Markieren Sie den linken und den rechten Stiefel, etwa mit den zwei Hälften eines Aufklebers, die zusammen ein Bild ergeben. Sitzt Ihr Kind dabei auf dem Hocker, kann es mit beiden Händen ziehen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren.

Nach dem Heimkommen: nasse Sachen trocknen

Nach dem Spielen im Schnee ist vieles nass: Handschuhe, Mütze, Matschhose, manchmal auch die Socken. Machen Sie das Ausziehen zu einem festen Ablauf am Anziehplatz, in umgekehrter Reihenfolge. Nasse Sachen kommen nicht in den Hocker, sondern zum Trocknen auf einen Wäscheständer oder in die Nähe der Heizung, aber nur dann direkt darauf, wenn das Etikett es erlaubt.

Stiefel stellen Sie zum Trocknen auf eine Schale oder Zeitung, öffnen sie weit und nehmen herausnehmbare Einlegesohlen heraus. So trocknen sie schneller. Wischen Sie Schneereste und Streusalz von Matschhose und Stiefeln ab. Erst wenn Mütze und Handschuhe trocken sind, wandern sie zurück an ihren Platz.

Üben, loben, Zeit einplanen

Selbst anziehen braucht Zeit, besonders am Anfang. Planen Sie morgens deshalb einen Puffer ein, damit nicht Sie in Eile geraten und am Ende doch alles selbst machen. Üben lässt sich auch am Wochenende ohne Termin im Nacken, etwa als Spiel: Wer ist zuerst angezogen, Ihr Kind oder das Kuscheltier?

Loben Sie, was Ihr Kind geschafft hat, nicht nur das Ergebnis. Ein schief gebundener Schal ist kein Grund, alles neu zu machen. Helfen Sie nur dort, wo es wirklich nicht weitergeht. Fällt das Anziehen Ihrem Kind auffallend schwer, etwa beim Greifen oder beim Gleichgewicht, sprechen Sie mit der Kita oder Ihrer Kinderarztpraxis.

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