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Hochbeet im Winter: abdecken, ernten und fürs Frühjahr vorbereiten

Was Sie vor dem Frost abräumen, welches Wintergemüse im Hochbeet stehen bleiben kann, wie Sie die Erde bedecken und was im Frühjahr nachgefüllt werden muss.

Stand: 7 Min. Lesezeitjoyous Redaktion

Hochbeet im Winter: abdecken, ernten und fürs Frühjahr vorbereiten

Wenn das Gartenjahr ausklingt

Die letzten Tomaten sind geerntet, die Tage werden kürzer, und morgens glitzert Raureif auf dem Rasen. Für viele Gärtnerinnen und Gärtner endet jetzt die Saison. Ein Hochbeet muss trotzdem nicht kahl in den Winter gehen: Mit etwas Pflege bleibt die Erde belebt, und manches Gemüse steht noch weit in die kalte Jahreszeit hinein.

Dieser Ratgeber begleitet Ihr Hochbeet durch die Wintermonate: was Sie abräumen und was stehen bleiben darf, wie Sie die Erde bedecken, wann Vlies und Gießkanne gebraucht werden und worauf Sie am Metallrahmen achten. Zum Schluss geht es um den Kompost, das Nachfüllen und Notizen für die nächste Saison.

Abräumen: was raus muss und was bleiben darf

Räumen Sie das Beet nach der letzten Ernte auf, aber ohne alles kahl zu machen. Abgeerntete Gemüsepflanzen wie Zucchini, Gurken oder Tomaten ziehen Sie heraus. Bei Bohnen und Erbsen schneiden viele die Pflanzen knapp über der Erde ab und lassen die Wurzeln im Boden verrotten.

Pflanzenreste ohne Flecken und Befall wandern auf den Kompost. Blätter mit Belag oder braunen Stellen und Unkraut, das schon Samen trägt, geben Sie dagegen in die Biotonne oder, wenn Ihre Gemeinde es so regelt, in den Restmüll. Stehen bleiben dürfen Wintergemüse und mehrjährige Kräuter. Auch ein paar verblühte Stängel am Rand können bleiben: In hohlen Stielen überwintern Insekten, und Vögel picken die Samen heraus.

Durch den Winter

Das Hochbeet vom Abräumen bis zum Nachfüllen

  1. Spätherbst AbräumenAbgeerntetes heraus, Reste ohne Befall auf den Kompost, Wintergemüse bleibt stehen.
  2. Vor dem ersten Frost Erde bedeckenLaub, Mulch oder Gründüngung auf freie Flächen, Vlies bereitlegen.
  3. Mitten im Winter NachsehenVlies an frostigen Tagen auflegen, an milden abnehmen, nassen Schnee abschütteln.
  4. Ende des Winters NachfüllenWinterdecke abharken, Kompost und Pflanzerde auffüllen, angießen.
  5. Frühjahr Neu startenSäen und pflanzen, mit den Notizen aus dem Vorjahr zur Hand.

Wintergemüse im Hochbeet

Einige Gemüse kommen mit Kälte zurecht und dürfen über den Winter im Hochbeet bleiben, etwa Grünkohl, Lauch, Rosenkohl, Feldsalat und Winterspinat. Grünkohl und Rosenkohl ernten viele erst, wenn es schon richtig kalt geworden ist. Ernten Sie an Tagen ohne Frost, denn gefrorene Blätter brechen leicht und werden nach dem Auftauen matschig.

Im Hochbeet haben es die Wurzeln etwas rauer als im Gartenboden: Die Wände stehen frei, und Kälte erreicht die Füllung auch von der Seite. Welche Sorten bei Ihnen gut über den Winter kommen, hängt deshalb von Lage, Wind und Wetter ab.

Die Erde bedecken: Laub, Mulch oder Gründüngung

Lassen Sie die Erde auf leeren Flächen und zwischen den Pflanzen nicht offen liegen. Eine Decke bremst Wind und Starkregen, hält die Oberfläche locker und gibt den Bodenlebewesen auch im Winter zu tun. Drei Wege sind üblich:

  • Laub: eine lockere Lage trockener Blätter, am besten zerkleinert, damit der Wind sie nicht davonträgt.
  • Mulch: angetrockneter Grasschnitt, Stroh oder klein geschnittene Pflanzenreste ohne Befall.
  • Gründüngung: Pflanzen wie Senf oder Phacelia, die Sie rechtzeitig vor dem Winter säen und die den Boden mit Blättern und Wurzeln bedecken.

Zwischen Wintergemüse passt eine dünne Schicht, damit die Pflanzen Luft bekommen. Auf freien Flächen darf die Decke dicker sein. Was davon im Frühjahr übrig ist, arbeiten Sie flach ein oder geben es auf den Kompost.

Im Vergleich

Laub, Mulch oder Gründüngung?

  • Laub

    • trockene Blätter, am besten zerkleinert
    • passt zwischen Wintergemüse und auf leere Flächen
    • im Frühjahr einarbeiten oder auf den Kompost
  • Mulch

    • angetrockneter Grasschnitt, Stroh, Reste ohne Befall
    • hält die Oberfläche bedeckt und locker
    • im Frühjahr abharken oder flach einarbeiten
  • Gründüngung

    • Pflanzen, die rechtzeitig vor dem Winter gesät werden
    • bedeckt den Boden mit Blättern und Wurzeln
    • im Frühjahr abschneiden und flach einarbeiten

Hauptsache, die Erde liegt im Winter nicht offen; was Sie wählen, richtet sich nach Beet und Vorrat.

Vlies und Abdeckung an frostigen Tagen

Stehen frostige Nächte bevor, legen Sie über empfindlichere Pflanzen wie Feldsalat oder Spinat ein Gartenvlies. Es lässt Licht und Luft durch und hält die Kälte ein wenig ab. Beschweren Sie die Ränder mit Steinen oder klemmen Sie das Vlies an der Kante fest, damit es der Wind nicht anhebt.

Das Vlies muss nicht den ganzen Winter liegen bleiben. Nehmen Sie es an milden, hellen Tagen ab, damit die Blätter abtrocknen und Licht bekommen. Folie eignet sich weniger, weil sich darunter Feuchtigkeit staut. Praktisch sind einige Bögen aus Draht oder Stäben über dem Beet: Darauf liegt das Vlies wie ein kleines Dach und drückt nicht auf die Blätter.

Gießen im Winter: selten, aber nicht nie

Im Winter verdunstet wenig Wasser, und meist sorgen Regen und Schnee für genug Feuchtigkeit. Weil ein Hochbeet frei steht, kann die Füllung in einer trockenen, windigen Kältephase trotzdem austrocknen. Fühlen Sie mit dem Finger in die Erde: Ist sie auch unter der Oberfläche staubtrocken, braucht das Beet Wasser.

Gießen Sie dann an einem Tag ohne Frost um die Mittagszeit, und nur so viel, dass die Erde feucht wird. Bei Frost bleibt die Gießkanne stehen, denn gefrorene Erde nimmt kein Wasser auf, und Pfützen werden zu Eis. Pflanzen unter dem Vlies und wintergrüne Kräuter wie Thymian oder Salbei sind am ehesten durstig.

Schnee, Sturm und Nässe: das Beet im Blick

Eine lockere Schneedecke liegt auf dem Beet wie eine leichte Decke und muss nicht weg. Schweren, nassen Schnee schütteln Sie dagegen behutsam von Kohlpflanzen und vom Vlies, bevor Blätter oder Bögen abknicken. Nach einem Sturm sehen Sie nach, ob Abdeckung, Steine und Bögen noch an ihrem Platz liegen.

Stehen nach langem Regen Pfützen auf der Erde, ist die Oberfläche verdichtet. Lockern Sie sie an einem trockenen Tag vorsichtig mit einer Handharke. Damit überschüssiges Wasser nach unten abfließen kann, steht ein Hochbeet im Garten laut Produktbeschreibung am besten direkt auf dem Erdboden; auf Platten braucht es einen Abfluss.

Ovales Hochbeet aus silbernem Metall, bepflanzt mit Tomaten, Kräutern und Salat
Das verzinkte Hochbeet bleibt laut Produktbeschreibung ganzjährig draußen. Sehen Sie im Winter trotzdem nach Schrauben und Gummilippe.

Der Metallrahmen im Winter: Rand, Schrauben, Schutzdraht

Das Hochbeet von HomeLuxWorld ist laut Produktbeschreibung aus verzinktem Stahl gebaut und dafür gedacht, das ganze Jahr draußen zu stehen. Ein Rundgang im Winter lohnt sich trotzdem, und bei 160 × 80 × 80 cm erreichen Sie von beiden Längsseiten alles:

  • Sehen Sie nach, ob Schrauben und Verbindungen fest sitzen, und ziehen Sie lockere nach, wie es die Anleitung zeigt.
  • Prüfen Sie, ob die Gummilippe noch fest auf der Oberkante sitzt.
  • Nehmen Sie nasses Laub weg, das sich außen an den Wänden sammelt.

Der Schutzdraht liegt unter der Füllung auf dem Boden des Beets. Laut Produktbeschreibung soll er Wühlmäuse und Maulwürfe von unten fernhalten. Im befüllten Beet sehen Sie ihn nicht; frische Erdhaufen direkt an der Außenkante sind aber ein Grund, im Frühjahr beim Nachfüllen genauer hinzusehen.

Winter-Check

Rundgang am Hochbeet

Am Rahmen

  • Schrauben und Verbindungen fest
  • Gummilippe sitzt auf der Oberkante
  • kein nasses Laub an den Wänden

Auf dem Beet

  • Erde bedeckt, nicht offen
  • Vlies beschwert oder festgeklemmt
  • nasser Schnee von Kohlpflanzen geschüttelt

Drumherum

  • Kompost mit einer Lage Laub bedeckt
  • Weg ums Beet frei
  • Werkzeug trocken verstaut

Der Kompost über den Winter

Auch im Winter fällt im Garten Material an: Reste vom Abräumen, Laub und rohe Obst- und Gemüsereste aus der Küche. Der Gartenkomposter von HomeLuxWorld bietet laut Produktbeschreibung 750 Liter Platz und misst 100 × 100 × 75 cm. Durch sein offenes Gitter kommt Luft an den Inhalt, und er kann das ganze Jahr an seinem Platz bleiben.

Bei Kälte arbeitet der Kompost langsamer, weil Würmer und andere Bodenlebewesen weniger aktiv sind. Füllen Sie trotzdem weiter ein und mischen Sie feuchte Küchenreste mit trockenem Laub. Eine Lage Laub obenauf hält den Haufen etwas wärmer. Mit dem Umsetzen warten Sie bis zum Frühjahr. Speisereste aus Topf und Pfanne, Fleisch und Fisch bleiben auch im Winter draußen, weil sie Tiere anlocken.

Ende des Winters: nachfüllen, was abgesackt ist

Über Herbst und Winter zersetzen sich die unteren Schichten der Füllung, und die Oberfläche sinkt. Die Produktbeschreibung des Hochbeets rät deshalb, im Frühjahr Kompost und Pflanzerde aufzufüllen, bis die Erde wieder auf der gewohnten Arbeitshöhe liegt. Warten Sie damit, bis die Erde aufgetaut und abgetrocknet ist.

Harken Sie die Reste der Winterdecke zur Seite oder arbeiten Sie gut verrottetes Laub flach ein. Den reifen Kompost finden Sie im Komposter unten; das grobe Material darüber kommt nach der Entnahme wieder hinein. Reicht der eigene Kompost nicht, mischen Sie Pflanzerde aus dem Handel unter. Gießen Sie die frische Schicht an, bevor Sie säen oder pflanzen.

Notizen fürs nächste Gartenjahr

Der Winter ist eine ruhige Zeit, um auf das Gartenjahr zurückzublicken. Halten Sie fest, welche Gemüse die Kälte gut überstanden haben, wo im Beet das Wasser stand und wie oft das Vlies nötig war. Notieren Sie auch, was im Sommer wo wuchs, damit Sie die Plätze im nächsten Jahr wechseln können.

Ein Gartenheft oder ein paar Fotos mit dem Handy genügen dafür. Mit diesen Notizen planen Sie Aussaat, Abdeckung und Nachfüllen im nächsten Jahr gezielter. Fragen zu Sorten, Gründüngung oder kranken Pflanzen beantworten Gärtnereien und Gartenbauvereine in Ihrer Nähe.

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