Magazin · Kinder

Drinnen spielen an Wintertagen: Bauen, Bewegen und Ausruhen

Wie Kinder an dunklen Winternachmittagen drinnen gut beschäftigt sind: eine Spielecke statt Chaos, bauen mit Kartons und Bausteinen, Bewegung in der Wohnung und ruhige Spiele zum Ausklang.

Stand: 7 Min. Lesezeitjoyous Redaktion

Drinnen spielen an Wintertagen: Bauen, Bewegen und Ausruhen

Wenn es draußen früh dunkel wird

An Wintertagen wird es schon am Nachmittag dunkel, draußen ist es nass und kalt, und der Spielplatz lockt nur kurz. Dann verbringen Kinder viel Zeit in der Wohnung, und die Stimmung kann kippen: Es wird laut, alles liegt herum, und die Ideen gehen aus.

Dieser Ratgeber sammelt Ideen für solche Tage, mit Dingen, die viele Haushalte ohnehin haben. Er zeigt, wie eine Spielecke Ordnung schafft, wie Kinder mit Kartons, Decken und Bausteinen bauen, wie Bewegung drinnen gelingt und wie ruhige Spiele den Tag ausklingen lassen. Am Ende geht es um das Aufräumen, um den Hocker als Sitzplatz und Kiste und um kurze Wege an die frische Luft.

Eine Spielecke statt der ganzen Wohnung

Spielzeug, das sich über alle Räume verteilt, macht Kinder und Eltern unruhig. Richten Sie lieber eine feste Spielecke ein, im Kinderzimmer oder in einer Ecke des Wohnzimmers. Dort gibt es kleine Bereiche: einen zum Bauen, einen zum Malen und Basteln, einen zum Bewegen und eine gemütliche Ecke zum Ausruhen.

Ein Teppich oder eine Decke markiert die Grenze der Spielecke. Was dort liegt, darf liegen bleiben, solange gespielt wird. Am Abend wird nur die Ecke aufgeräumt, nicht die ganze Wohnung. Kisten und Körbe in Kinderhöhe sorgen dafür, dass jedes Spiel einen festen Platz hat.

Vier Ecken in einer

So teilen Sie die Spielecke auf

  • BauenKartons, Decken und Bausteine, dazu genug freier Boden
  • Bewegenfreie Fläche ohne Kanten, Kissen und Decken zum Balancieren
  • Malen und BastelnTisch, Papier, Stifte, Kinderschere und Kleber
  • AusruhenKissen, Bilderbücher und gedämpftes Licht

Bauen mit Kartons, Decken und Kissen

Aus einem großen Karton wird ein Haus, ein Auto oder ein Boot. Schneiden Sie Fenster und Türen vor und lassen Sie Ihr Kind den Rest bemalen und bekleben. Aus Stühlen, Tisch und einer großen Decke entsteht eine Höhle, in der sich mit Taschenlampe und Kissen gut vorlesen lässt.

Beim Bauen gilt: Was oben liegt, soll leicht sein, also Decken und Tücher statt schwerer Bretter und Kissen statt Bücherstapeln. Klemmen Sie die Decken mit Wäscheklammern an den Stuhllehnen fest, damit sie nicht herunterrutschen. Lassen Sie die Höhle ein paar Tage stehen, wenn es der Platz erlaubt; viele Kinder bauen sie dann jeden Tag weiter.

Bausteine: freies Bauen mit Altersangabe im Blick

Bausteine aus Holz oder Kunststoff laden zum freien Bauen ein: Türme, Brücken, Ställe für Spieltiere oder ganze Städte, die am nächsten Tag weiterwachsen. Bauen Sie anfangs mit, stellen Sie kleine Aufgaben, etwa eine Brücke für ein Spielzeugauto, und lassen Sie Ihr Kind dann eigene Ideen umsetzen.

Achten Sie bei allen Bausteinen auf die Altersangabe und die Warnhinweise auf der Verpackung. Sie stehen dort aus gutem Grund, etwa wegen kleiner Teile. Ist ein jüngeres Geschwisterkind dabei, verlegen Sie das Bauen mit kleinen Teilen an den Tisch und sammeln danach alles ein. Beschädigte Steine sortieren Sie aus.

Bewegung drinnen: ein kleiner Parcours

Kinder brauchen auch im Winter Bewegung. Ein kleiner Parcours in der Wohnung macht daraus ein Spiel: über eine Reihe Kissen balancieren, unter einem Tisch hindurchkriechen, auf einem Bein bis zur Tür hüpfen, eine Decke als Fluss, über den man springt. Wechseln Sie die Stationen, damit es spannend bleibt.

Räumen Sie vorher Zerbrechliches weg und schaffen Sie eine freie Fläche, auf der keine Ecken und Kanten im Weg sind. Teppiche und Läufer, die verrutschen können, rollen Sie weg. Möbel wie Stühle oder Regale sind keine Kletterstationen, und auch der Kinderhocker gehört nicht in den Parcours, denn er ist laut Beschreibung ein Sitzhocker. Bleiben Sie in der Nähe und spielen Sie gern mit.

Checkliste

Bevor der Parcours beginnt

Platz

  • Zerbrechliches weggeräumt
  • freie Fläche, Kanten im Blick
  • verrutschende Teppiche weggerollt

Stationen

  • Kissen und Decken statt Möbel
  • kein Hocker und kein Stuhl zum Klettern

Dabei

  • Erwachsene in der Nähe
  • Pausen und etwas zu trinken

Ruhige Spiele zum Ausklang

Nach dem Toben brauchen viele Kinder Hilfe, um wieder zur Ruhe zu kommen. Ruhige Spiele markieren den Übergang zum Abend: Puzzles, Bilderbücher, Legespiele mit Bildkarten, ein Hörspiel oder Malen mit Musik. Auch Kneten oder ein Bild aus Zapfen, Rinde und Blättern, die Sie beim letzten Spaziergang gesammelt haben, passen gut.

Dimmen Sie das Licht, schalten Sie Bildschirme aus und lassen Sie Ihr Kind wählen, womit es sich beschäftigt. Die Höhle vom Nachmittag wird jetzt zur Leseecke. Wer möchte, erzählt dabei, was am Tag schön war. So endet der Tag ruhig, auch wenn er drinnen turbulent war.

Gemeinsam backen und basteln

Backen ist für Kinder ein großes Ereignis: abwiegen, rühren, ausstechen und am Ende probieren. Wählen Sie einfache Rezepte, bei denen Ihr Kind viel selbst machen kann, und übernehmen Sie Ofen, heiße Bleche und scharfe Messer. Die Wartezeit, bis die Plätzchen fertig sind, eignet sich zum gemeinsamen Aufräumen der Küche.

Zum Basteln reichen Papier, Pappe, Stifte, Kleber und eine Kinderschere. Aus leeren Rollen, Schachteln und Wollresten entstehen Figuren, Fensterbilder oder kleine Geschenke für die Großeltern. Legen Sie eine abwischbare Unterlage auf den Tisch und halten Sie einen feuchten Lappen bereit. Was fertig ist, bekommt einen Platz am Fenster oder an einer Leine.

Spielzeug im Wechsel: nicht alles auf einmal

Gerade an langen Wintertagen ist es verlockend, alles Spielzeug auf einmal hervorzuholen. Kinder spielen aber oft ausdauernder, wenn nur eine Auswahl griffbereit liegt. Der Rest wartet verstaut im Schrank und kommt später im Tausch zurück.

Frischen Wind bringt auch ein Tausch mit befreundeten Familien: Eine Kiste mit Spielen wandert für eine Weile zu den anderen, deren Kiste zu Ihnen. Viele Stadtbibliotheken verleihen außerdem Spiele und Bilderbücher. Achten Sie bei geliehenem Spielzeug genauso auf Altersangabe, Warnhinweise und vollständige Teile wie bei eigenem.

Aufräumen als Teil des Spiels

Aufräumen fällt leichter, wenn es zum Spiel dazugehört. Kündigen Sie das Ende rechtzeitig an, etwa mit einem Aufräumlied, und machen Sie kleine Aufgaben daraus: Wer findet alle roten Steine, wer bringt die Tiere in ihren Stall, wer fährt die Autos in die Garage?

Planen Sie das Aufräumen fest in den Nachmittag ein, zum Beispiel vor dem Abendessen. Wenn jedes Ding seinen Platz hat, Kisten mit Bildern gekennzeichnet sind und die Spielecke überschaubar bleibt, schaffen Kinder vieles selbst. Loben Sie, was geschafft ist, statt auf das zu schauen, was noch liegt.

Ein Wintertag

Ein Nachmittag drinnen in vier Abschnitten

  • Nach dem Mittagruhig ankommen: Bilderbuch, Puzzle oder Malen
  • Später am Nachmittagbauen: Höhle, Karton oder Bausteine
  • Vor dem Abendessenbewegen: kleiner Parcours, danach gemeinsam aufräumen
  • Zum Ausklangruhige Spiele und Vorlesen in der Höhle

Sitzplatz und Kiste: der Hocker in der Spielecke

In der Spielecke braucht Ihr Kind einen eigenen Sitzplatz, zum Malen am niedrigen Tisch, zum Vorlesen oder einfach zum Verschnaufen. Die Kinderhocker von HomeKidsWorld als Lama und Corgi sind laut Produktbeschreibung Sitzhocker und Aufbewahrungsbox in einem: Oben ist die Sitzfläche gepolstert, darunter ist Platz für Spielzeug, Kuscheltiere und Bücher.

Der Deckel hält den Inhalt verstaut. Schließen Sie ihn, bevor sich jemand setzt, und achten Sie dabei auf kleine Finger. Zum Klettern, zum Draufstellen oder als Station im Parcours ist der Hocker nicht gedacht, und er bleibt im Haus. So wird er zu dem Platz, an dem Ihr Kind sitzt und an dem die Spielsachen am Abend ihr Zuhause finden.

Kinderhocker im Lama-Design mit abgenommenem Deckel, gefüllt mit Spielzeug
Sitzplatz und Spielzeugkiste in einem. Den Deckel schließen Sie, bevor Ihr Kind sich setzt; achten Sie dabei auf kleine Finger.

Kurz raus trotz Kälte

Auch an grauen Tagen lohnt sich ein kurzer Weg nach draußen. Eine Runde um den Block, Pfützenspringen in Matschhose und Gummistiefeln, Spuren im Schnee suchen oder Vögel am Futterhaus beobachten: Schon wenig Zeit draußen bringt Abwechslung, und das Spiel drinnen geht danach oft ruhiger weiter.

Ziehen Sie Ihr Kind dem Wetter entsprechend an und legen Sie den Ausflug in die hellen Stunden, solange es geht. Danach gibt es etwas Warmes zu trinken und trockene Sachen. Fühlt sich Ihr Kind nicht wohl oder ist es krank, bleiben Sie lieber drinnen; bei Fragen zu Bewegung und Spiel helfen auch Kita und Kinderarztpraxis weiter.

Produkte zum Thema