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Schaben in der Wohnung: Spuren erkennen und richtig reagieren

Woran Sie Schaben erkennen, wo sie sich verstecken, wie Klebefallen einen Befall sichtbar machen und wann Vermietung und Schädlingsfachbetrieb gefragt sind.

Stand: 7 Min. Lesezeitjoyous Redaktion

Schaben in der Wohnung: Spuren erkennen und richtig reagieren

Nachts in der Küche

Sie schalten spät abends das Licht in der Küche an, und ein dunkles, flaches Insekt huscht unter den Kühlschrank. Sofort stellen sich zwei Fragen: War das eine Schabe? Und gibt es noch mehr davon? Schaben sind lichtscheu und verstecken sich gut. Wer eine sieht, sollte genauer hinschauen.

Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Schaben von anderen Insekten unterscheiden, welche Spuren sie hinterlassen, wo sie sich verstecken und wie Klebefallen Laufwege sichtbar machen. Er erklärt auch, was solche Fallen nicht leisten, warum Sie in einer Mietwohnung früh die Vermietung informieren und wann ein Schädlingsfachbetrieb gefragt ist.

Schabe oder Käfer? So erkennen Sie Schaben

In Wohnungen kommen vor allem zwei Arten vor: die Deutsche Schabe und die Orientalische Schabe. Beide sind nachtaktiv, scheuen Licht und mögen es warm und feucht. Die Deutsche Schabe ist hellbraun und hat zwei dunkle Längsstreifen hinter dem Kopf. Die Orientalische Schabe ist größer, dunkelbraun bis schwarz und eher in Kellern und feuchten Räumen zu finden.

Typisch für Schaben sind ein flacher, ovaler Körper, lange Fühler und schnelle Beine. Käfer haben dagegen meist harte, oft glänzende Flügeldecken, kürzere Fühler und bewegen sich langsamer. Silberfischchen sind silbrig, schmal und laufen in Schlangenlinien. Im Zweifel fotografieren Sie das Tier oder fangen es in einem Glas, damit ein Fachbetrieb es bestimmen kann.

Wer war es?

Schabe, Käfer oder Silberfischchen?

  • Schabe

    • flacher, ovaler Körper, braun bis schwarz
    • lange Fühler, schnelle Beine
    • flieht vor Licht, nachts unterwegs
    • warme, feuchte Ritzen nahe Geräten
  • Käfer

    • harte, oft glänzende Flügeldecken
    • kürzere Fühler
    • bewegt sich langsamer
  • Silberfischchen

    • silbrig glänzend, schmal, ohne Flügel
    • läuft in Schlangenlinien
    • nachts in Bad, Küche und Keller

Flacher Körper, lange Fühler und Flucht vor dem Licht sprechen für eine Schabe.

Spuren: Kot, Häutungsreste, Eipakete, Geruch

Oft sieht man zuerst nicht die Tiere, sondern ihre Spuren. Achten Sie auf:

  • kleine, dunkle Krümel, die an gemahlenen Pfeffer erinnern, an Kanten, in Schubladen und hinter Geräten,
  • helle, leere Hüllen, die bei der Häutung zurückbleiben,
  • leere Eipakete, kleine längliche Kapseln, in Ecken und Ritzen,
  • bei stärkerem Auftreten einen muffigen Geruch im Raum.

Sehen Sie eine Schabe am Tag, ist das ein deutliches Zeichen. Schaben verlassen ihr Versteck normalerweise erst im Dunkeln. Zeigt sich eine bei Licht, sind die Verstecke oft schon gut besetzt. Fotografieren Sie Spuren, bevor Sie sie entfernen, und notieren Sie, wo Sie sie gefunden haben.

Spurensuche

Diese Spuren deuten auf Schaben

Spuren

  • dunkle Krümel wie gemahlener Pfeffer
  • helle Häutungsreste
  • leere, längliche Eipakete

Geruch und Tiere

  • muffiger Geruch bei stärkerem Auftreten
  • Tiere, die bei Licht flüchten
  • eine Schabe am Tag

Hier nachsehen

  • hinter Kühlschrank, Herd und Spülmaschine
  • unter der Spüle, an Abflussrohren
  • in Kabelschächten, Fugen und Ritzen

Wo Schaben sich verstecken

Schaben suchen enge, warme und dunkle Spalten, nah an Wasser und Futter. Tagsüber sitzen sie dicht gedrängt in Verstecken, die man im Alltag kaum sieht:

  • hinter Kühlschrank, Herd und Spülmaschine, wo Geräte Wärme abgeben,
  • unter der Spüle und an Abflussrohren,
  • in Kabelschächten, hinter Steckdosenblenden und Fußleisten,
  • in Ritzen von Arbeitsplatten, Schränken und Fliesenfugen,
  • in Kartons, Papierstapeln und Vorratsregalen.

Weil sie sich so gut verstecken, bleiben Schaben lange unbemerkt. Gehen Sie bei einem Verdacht mit einer Taschenlampe am späten Abend durch Küche und Bad. Leuchten Sie hinter und unter Geräte. Was Sie dort finden, zeigt Ihnen, wo Sie Fallen aufstellen.

Wie Schaben ins Haus kommen

Schaben sind nicht unbedingt ein Zeichen mangelnder Sauberkeit. Sie werden oft eingeschleppt: mit Kartons und Verpackungen, mit gebrauchten Geräten und Möbeln oder im Reisegepäck. In Mehrfamilienhäusern wandern sie auch über Leitungsschächte, Rohrdurchführungen und Spalten von Wohnung zu Wohnung.

Prüfen Sie deshalb gelieferte Kartons, bevor Sie sie in die Küche stellen, und lagern Sie leere Kartons nicht in der Wohnung. Sehen Sie sich gebrauchte Küchengeräte vor dem Anschließen gründlich an. Dichten Sie Spalten an Rohrdurchführungen und Fußleisten ab, damit Schaben weniger Wege in die Wohnung finden.

Klebefallen: Laufwege sichtbar machen

Ob Schaben bei Ihnen leben und wo sie laufen, zeigen Klebefallen. Die Tiere laufen gern an Wänden und Kanten entlang und suchen geschützte, enge Stellen. Stellt man eine Falle auf ihren Weg, bleiben sie auf der Haftfläche hängen. So sehen Sie, welche Tiere unterwegs sind und an welchen Stellen.

Die Schabenfalle von HomeBugProtect ist laut Produktbeschreibung eine Klebefalle zur Befallsermittlung, also zum Monitoring. Ihre geschlossene Form schützt die Haftfläche vor Staub und lässt sich nach der Kontrolle sauber entsorgen. In der Packung sind 10 Fallen, genug für mehrere Laufwege in Küche, Bad, Keller oder Vorratsraum. Ob die Falle einen Lockstoff enthält, nennen unsere Produktdaten nicht; das steht auf dem Beipackzettel.

Fallen aufstellen und kontrollieren

Wo Sie die Fallen aufstellen, entscheidet darüber, was sie zeigen. Stellen Sie sie entlang von Wänden, in Ecken und hinter Geräten auf, also dort, wo Sie Spuren gefunden haben. Mehrere Fallen in verschiedenen Bereichen helfen, den Befall einzugrenzen.

Klappen Sie die Falle so zu, wie es der Beipackzettel zeigt, und berühren Sie die Haftfläche nicht. Stellen Sie sie so, dass Kinder und Haustiere nicht herankommen, denn die Fläche klebt stark an Haut und Fell. Notieren Sie für jede Falle Ort und Datum. Kontrollieren Sie am besten morgens, weil Schaben nachts unterwegs sind. Ist eine Falle voll oder verstaubt, tauschen Sie sie aus; wann ein Wechsel fällig ist, steht auf dem Beipackzettel.

Schritt für Schritt

Klebefallen aufstellen und kontrollieren

  1. Laufwege suchenSpuren an Wänden, Kanten und hinter Geräten
  2. Falle vorbereitenzuklappen wie im Beipackzettel, Haftfläche nicht berühren
  3. Platzierenentlang von Wänden, in Ecken, hinter Geräten, außer Reichweite von Kindern und Haustieren
  4. Notierenfür jede Falle Ort und Datum aufschreiben
  5. Kontrollierenam besten morgens; volle oder verstaubte Fallen tauschen, Wechsel laut Beipackzettel

Was die Fallen zeigen und was nicht

Eine Klebefalle beantwortet zwei Fragen: Laufen hier Schaben, und an welchen Stellen? Haften Tiere in einer Falle, wissen Sie, wo Sie genauer suchen und wo der Fachbetrieb ansetzen kann. Nach einer Behandlung durch einen Fachbetrieb zeigen die Fallen, ob noch Tiere unterwegs sind.

Einen Befall beenden Klebefallen nicht. Sie fangen nur Tiere, die zufällig über die Haftfläche laufen, und erreichen weder Eipakete noch Tiere in den Verstecken. Eine leere Falle ist deshalb kein Beweis, dass keine Schaben da sind. Bleiben die Fallen nach einer Behandlung über längere Zeit leer, spricht das aber dafür, dass die Maßnahmen wirken.

Küche aufräumen: Futter und Wasser entziehen

Schaben brauchen Futter, Wasser und Verstecke. Je weniger sie davon finden, desto schwerer haben sie es. Das ersetzt keinen Fachbetrieb, macht dessen Arbeit aber leichter:

  • Lassen Sie keine Krümel, Essensreste und offenen Lebensmittel stehen, auch nicht über Nacht.
  • Füllen Sie Vorräte in gut schließende Dosen und Gläser um.
  • Verschließen Sie Abfall und bringen Sie ihn abends hinaus.
  • Lassen Sie Tierfutter nicht über Nacht im Napf.
  • Wischen Sie Spüle, Arbeitsflächen und Tropfstellen am Abend trocken.
  • Saugen Sie hinter und unter den Geräten regelmäßig.

Setzen Sie Sprays oder Hausmittel nicht auf eigene Faust ein, sondern sprechen Sie das Vorgehen mit dem Fachbetrieb ab.

Mietwohnung: die Vermietung informieren

Sobald Sie in einer Mietwohnung Schaben bemerken, sagen Sie Ihrer Vermieterin oder Ihrem Vermieter möglichst früh Bescheid. Schreiben Sie kurz, seit wann und wo Sie Tiere oder Spuren gesehen haben, und legen Sie Fotos bei. Bewahren Sie eine Kopie auf.

Schaben bleiben selten in einer Wohnung. Über Schächte und Leitungen können sie Nachbarwohnungen erreichen, und ein Befall lässt sich oft nur im ganzen Haus in den Griff bekommen. Ein gemeinsames Vorgehen mit Hausverwaltung und Nachbarn ist deshalb sinnvoll. Wer was veranlasst und wer die Kosten trägt, hängt vom Einzelfall und vom Mietvertrag ab. Dazu beraten Mietervereine oder eine Rechtsberatung.

Wann der Schädlingsfachbetrieb kommt

Zeigt eine Falle Schaben, sehen Sie Tiere am Tag oder finden Sie Spuren an mehreren Stellen, wenden Sie sich an einen Schädlingsfachbetrieb. Schaben vermehren sich schnell und verstecken sich gut. Ein Fachbetrieb bestimmt die Art, sucht die Verstecke und schlägt vor, wie es weitergeht.

Fragen Sie bei der Auswahl, wie der Betrieb vorgeht, welche Mittel er einsetzt und was Sie vorher und danach beachten müssen, etwa bei Kindern und Haustieren. Halten Sie Fotos und Ihre Notizen zu den Fallen bereit. Nach der Behandlung helfen die Fallen, die Lage weiter im Blick zu behalten. In Gastronomie und Gewerbe plant der betreuende Fachbetrieb auch das Monitoring mit Fallen.

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